Vermischtes

Sanofi investiert weiter in Frankfurt-Höchst

Freitag, 11. Dezember 2015

Frankfurt/Main – Trotz aktuell sinkender Umsätze investiert der Pharmakonzern Sanofi weiterhin stark in seinen größten deutschen Standort in Frankfurt-Höchst. Im kommenden Jahr sollen rund 200 Millionen Euro investiert werden, erklärte am Donnerstag der Chef der Sanofi Deutschland GmbH, Martin Siewert. Unter anderem werden auf dem Gelände des Industrieparks Höchst ein neues Mehrzweckgebäude mit Labors und Büros sowie ein vollautomatisiertes Kältelager gebaut.

Frankfurt spiele in der künftigen Konzernstrategie mit einem starken Schwerpunkt Insulin weiterhin eine zentrale Rolle. Wegen des hohen Exportanteils erwartet Siewert für die deutsche Einheit im Jahr 2015 einen sinkenden Umsatz nach 6,08 Milliarden Euro im Jahr zuvor. In den USA habe der starke Preisverfall für Insulin bereits eingesetzt, bevor Nachahmer-Produkte (Biosimilars) zum Beispiel für das umsatzstarke Sanofi-Mittel Lantus auf den Markt gekommen seien.

Anzeige

Große Hoffnungen setzt das Unternehmen auf das neue Mittel Toujeo, das in Deutschland und den USA hervorragend gestartet sei. Nach der Rekrutierung von rund 500 Beschäftigten für diese Produktionslinie sei derzeit aber nicht an weitere Ein­stellungen gedacht. Sanofi will die weitere Forschung für Diabetes-Medikamente in Frankfurt vorantreiben.

Unter anderem wird gemeinsam mit dem koreanischen Unternehmen Hanmi an einem Präparat gearbeitet, das perspektivisch den Blutzuckerspiegel der Patienten über mehrere Tage regulieren könnte. Keine großen Einschnitte für die deutsche Tochter erwarte er von der im Konzern angekündigten Überprüfung der Geschäftsfelder Tiermedizin und Generika in Europa, erklärte Siewert.

Möglicherweise könnten Marketing und Vertrieb betroffen sein. Er rechne aber wie Konzernchef Olivier Brandicourt nicht mit gravierenden Maßnahmen. Aktuell beschäftigt Sanofi in Deutschland 9.200 Menschen, 7.300 davon in Frankfurt. 2014 hat der in Paris sitzende Konzern weltweit 33,8 Milliarden Euro Umsatz erzielt. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Vermischtes

Nachrichten zum Thema

16.11.16
Düsseldorf – Die Medizin- und Pharmabranche in Nordrhein-Westfalen wächst kräftig. 2015 wurden landesweit Medikamente und Medizingeräte wie chirurgische oder zahnärztliche Instrumente für 5,9......
15.11.16
Darmstadt – Der Pharma- und Chemiekonzern Merck rechnet nach einem starken dritten Quartal für das Gesamtjahr 2016 mit noch besseren Geschäften als zuletzt erwartet. Zum zweiten Mal in diesem Jahr hob......
26.10.16
Leverkusen – Gut laufende Geschäfte mit Pillen und Salben haben den Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer vor der Rekordübernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto auf Wachstumskurs gehalten. Im......
04.10.16
Ingelheim – Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will in den kommenden Jahren knapp 900 Stellen in der Medikamentenproduktion abbauen. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte am Freitag......
27.09.16
New York – Der US-Pharmakonzern Pfizer hat Gedankenspiele zur eigenen Aufspaltung vorerst ad acta gelegt. Derzeit wolle man die zwei Sparten für patentgeschützte sowie nicht mehr exklusive Medikamente......
31.08.16
Mainz – Das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium hat den Vorwurf einer möglichen Einflussnahme der Boehringer-Stiftung auf die Forschung eines biologischen Instituts an der Universität Mainz......
26.07.16
Berlin – Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland und die Verbände der Arzneimittelindustrie sind mit dem Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung“ wenig......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige