Ärzteschaft

Angemessene medizinische Versorgung der Flüchtlinge ist möglich

Montag, 14. Dezember 2015

Berlin – Eine angemessene medizinische Versorgung der Flüchtlinge ist möglich und leistbar. Das hat der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Mont­gomery, im Anschluss an den sogenannten Flüchtlingsgipfel im Bundeskanzleramt betont. „Sie schleppen keine infektiösen Krankheiten ein, wie wir das ursprünglich befürchtet haben“, erklärte Montgomery.

Vielmehr sei die Epidemiologie der Flüchtlinge „relativ normal“. Nach einer gründlichen Untersuchung und Impfungen, da wo sie fehlten, benötigten die Asylbewerber eine Gesundheitskarte, um in das Regelsystem eingegliedert zu werden. Eine solche Karte ermögliche es allen Ärzten, sie zu behandeln.

Anzeige

Montgomery wiederholte seine Forderung, die Einschränkungen des Asylbewerber-Leistungsgesetzes abzuschaffen. Danach haben Asylbewerber erst nach 15 Monaten Aufenthalt Anspruch auf ein Leistungsniveau analog zu dem von Sozialhilfeempfängern.

Montgomery wies daraufhin, dass es in der Politik wegen der zu erwartenden Kosten Widerstand dagegen gebe, die Einschränkungen aufzuheben. „Wir werden daher nicht müde zu fordern: Wer auf deutschem Boden lebt und von deutschen Ärzten behandelt wird, soll nach den gleichen Bedingungen behandelt werden“, betonte der BÄK-Präsident. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

M. Malone
am Mittwoch, 16. Dezember 2015, 08:46

Abgehobenheit unserer Eliten

Die Haltung von Herrn Montgomery ist erschreckend und kennzeichnend für den Realitätsverlust unserer saturierten und abgesicherten Eliten auf Kosten der Bevölkerung. Solange Deutschland offene Grenzen hat, einen ausgeprägten Willkomenssog durch überhöhte Leistungen i. Vergleich mit anderen europäischen Staaten bietet wird der Widerstand der Bevölkerung berechtigt weiter wachsen(schon über 2/3 der Bevölkerung sind für eine Obergrenze der Aufnahme.
Mindestens 50 %(zu denen Herr M. sicherlich nicht gehört) haben sind Mieter und haben kein nennenswertes Vermögen. Auch Ansprüche an die Krankenversicherung, RV und Grundsicherung durch den Staat sind soziale Besitzansprüche die Vermögen/Imobilienbesitz gleichwertig sind.
Solange gemeinschaftsfördernde Parameter wie Ehrlichkeit, Reziprozität und Akzeptierung der Besitznorm ignoriert werden und der Staat nicht in der Lage ist die Gesellschaft durch eine Begrenzung der Zuwanderung zu schützen wird es in der Mehrheit der Bevölkerung keine Zustimmung zu dieser Politik und Protagonisten wie Herrn M. geben.
5.000 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

13.01.17
Berlin – Die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin hat elf syrische Flüchtlinge in einem viermonatigen Pilotprojekt zum „Gesundheitslotsen für die psychiatrische Versorgung“ qualifiziert. Die......
06.01.17
Genf – Der Wintereinbruch trifft auf den griechischen Inseln Tausende Flüchtlinge und Migranten besonders schwer: Viele müssten bei Minustemperaturen und Schnee in unbeheizten Zelten ausharren,......
05.01.17
Halle/Jena – Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenregionen haben im vergangenen Jahr für einen Ansturm in den ambulanten psychosozialen Zentren der Diakonie gesorgt. Experten in den vier Standorten in......
05.01.17
Berlin – Auf eine hohe Dunkelziffer von Diabeteserkrankungen bei Migranten haben die Organisationen DiabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M)......
04.01.17
Berlin – Das Kinderhilfswerk Unicef und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vervierfachen die Zahl der sogenannten Koordinatoren in Flüchtlingsunterkünften in......
28.12.16
Arnstadt – Thüringen führt zu Beginn des neuen Jahres eine elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge ein. Damit können Asylbewerber zum Arzt gehen, ohne die Behandlung vorher bei der......
23.12.16
Potsdam – Sechs Brandenburger Landkreise und die Stadt Frankfurt (Oder) verweigern bislang die Ausgabe der Gesundheitskarte für Flüchtlinge. Mit der Karte sollen die Menschen zum Arzt gehen können,......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige