Politik

Demenzplan für das Saarland umfasst 29 Maßnahmen

Montag, 14. Dezember 2015

Saarbrücken – Einen Strategieplan zum Umgang mit der zunehmenden Zahl von Demenz­kranken hat das Saarland vorgelegt. Er wurde unter Leitung von Sabine Kirchen-Peters vom Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) von zahlreicher Akteure im Land entwickelt.

Die Rahmen des Demenzplanes recherchierten Zahlen zeigen, dass das Saarland überproportional von der Demenz betroffen ist: Eine nach Altersgruppen differenzierte Form der Berechnung ergab für das Saarland im Jahr 2014 eine Zahl von 20.964 Demenzkranken in der Altersgruppe der insgesamt 224.977 Menschen über 65 Jahre. Das bedeutet, dass 9,3 Prozent der Saarländer ab 65 Jahren an einer Demenz leiden – ein Wert, der über dem Bundesdurchschnitt mit rund 8,8 Prozent (für das Jahr 2012) liegt.

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Der Plan umfasst 29 Maßnahmen in vier Handlungsfeldern: „Enttabuisierung der Demenz und soziale Teilhabe“, „Beratung und Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen“, „Optimierung von Pflege und Versorgung“ und „Forschung und Transfer“.

Zu den Maßnahmen gehört zum Beispiel die Entwicklung eines Curriculums „Erste-Hilfe-Kurs Demenz“ für Berufsgruppen, die nicht hauptberuflich mit Demenzkranken zu tun haben. Außerdem geht es unter anderem darum, die Teilhaben von Demenzkranken in den Bereichen Bewegung, Sport und Kultur zu fördern, den Stellenwert des Themas Demenz in der Alten- und Krankenpflegeausbildung zu evaluieren und die Rahmen­bedingungen bei der Versorgung Demenzkranker im Akutkrankenhaus zu verbessern. © hil/aerzteblatt.de

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