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Neuer Sonder­forschungsbereich zur selektiven Autophagie

Dienstag, 15. Dezember 2015

Frankfurt/Mainz – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert in den kommenden vier Jahren einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) zur sogenannten Autophagie. Diese findet sich in einfachen Organismen wie der Hefezelle bis hin zu komplexen Lebewesen wie dem Menschen. Dabei werden beispielsweise verklumpte Proteine entfernt, die zu schweren Schäden in Zellen und zum Zelluntergang führen können. Das ist bei mehreren neurodegenerativen Erkrankungen zu beobachten. Sogar ganze Zellorganellen können mit Hilfe der Autophagie abgebaut werden, wenn sie nicht mehr funktionieren. Ebenso werden auf diesem Weg in die Zelle eingedrungene Viren oder Bakterien unschädlich gemacht.

Ziel des SFBs ist das bessere Verständnis der Autophagie auf der molekularen und zellulären Ebene. Die Forscher hoffen, diese Prozesse künftig mit Wirkstoffen beein­flussen zu können, um verschiedene Krebs-Arten, neurodegenerative Erkrankungen, Infektionskrankheiten und Entzündungsreaktionen effizienter behandeln zu können. Die Federführung des SFB liegt bei der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Wissen­schaftler der Universitätsmedizin Mainz sind ebenfalls beteiligt.

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„Lange hielt man die Autophagie für einen unspezifischen Prozess. Seit klar ist, dass die Zelle sie gezielt einsetzt und ihre Störung mit einer ganzen Reihe von Krankheiten in Zusammenhang steht, hat auch die Autophagie-Forschung einen deutlichen Impuls erfahren“, erklärte der stellvertretende Sprecher des SFBs und Direktor des Instituts für Pathobiochemie der Universitätsmedizin Mainz, Christian Behl.

© hil/aerzteblatt.de

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