Ärzteschaft

Neuer Strukturfonds gegen Ärztemangel in Rheinland-Pfalz

Freitag, 18. Dezember 2015

Mainz – Mit einem neuen Strukturfonds will die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz die Versorgung im Land zukunftsfest machen. Sie stellt dafür 0,1 Prozent der mit den Krankenkassen für 2016 vereinbarten morbiditätsorientierten Gesamtvergütung (mGV) zur Verfügung. Gesetzlich vorgegeben müssen die Krankenkassenverbände die gleiche Summe zur Verfügung stellen. Das Volumen für die Niederlassungsförderung im Jahr 2016 wird auf diese Weise insgesamt 2,4 bis 2,5 Millionen Euro betragen.

„Damit schaffen wir attraktive Anreize dafür, dass wieder mehr Haus- und Fachärzte eine Niederlassung oder Anstellung auch in von Unterversorgung bedrohten Regionen von Rheinland-Pfalz anstreben“, sagte die Vorsitzende des Vorstandes der KV, Sigrid Ultes-Kaiser.

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KV und Krankenkassen unterstützen aus dem Fonds Praxisneugründungen oder -übernahmen in ausgewiesenen Förderregionen bei festgelegten Fachgruppen mit einmalig 60.000 Euro. Zuschussmöglichkeiten gibt es auch für Zweigpraxen mit einmalig 20.000 Euro sowie für die Anstellung eines Arztes mit 1.000 Euro pro Monat bei einem vollen Versorgungsauftrag für längstens 60 Monate.

Die Fördergebiete wurden anhand der aktuellen und zukünftig zu erwartenden Versor­gungslage bestimmt. Förderfähig sind im Jahr 2016 demnach zwölf hausärztliche Planungsbereiche, zehn Fachbereiche der allgemeinen fachärztlichen Versorgung in 16 Planungsbereichen und zwei Fachbereiche der spezialisierten fachärztlichen Versor­gung in vier Planungsbereichen.

© hil/aerzteblatt.de

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