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Zentrum für seltene Erkrankungen des Nervensystems in Mainz eröffnet

Dienstag, 22. Dezember 2015

Mainz – Die Universitätsmedizin Mainz hat Mitte Dezember das „Zentrum für Seltene Erkrankungen des Nervensystems“ (ZSEN) eröffnet. Es soll die medizinische Versorgung und besonders die oft schwierige Diagnostik seltener Erkrankungen (SE) nachhaltig verbessern. Nach Meinung von Fachleuten gibt es rund 7.000 SE, die allerdings vielfach nur wenig erforscht sind.

In Mainz sollen Experten verschiedener Fachrichtungen zusammenarbeiten, um SE mit Manifestationen im Nervensystem besser zu erkennen und adäquate Behandlungs­formen zu entwickeln. Im Fokus stehen unter anderem neuromuskuläre Erkrankungen, genetisch bedingte Epilepsien und systemische Stoffwechselstörungen mit teilweise oder ausschließlich neuropsychiatrischen Symptomen sowie Mitochondropathien, also zellulare Störungen des Energiestoffwechsels.

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„Patienten mit seltenen Erkrankungen wie auch ihre Angehörigen sehen sich mit hohen Belastungen konfrontiert“, sagte die Vorstandsvorsitzende und medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Babette Simon. Nicht selten hätten die Betroffenen eine über mehrere Jahre andauernde Odyssee hinter sich, bis die richtige Diagnose gestellt werde. „Das neue Zentrum für Seltene Erkrankungen des Nervensystems soll dazu beitragen, die Diagnostik, die Therapie und die Forschung voranzutreiben, damit diese Menschen Hilfe erfahren“, betonte sie. In Deutschland leiden Schätzungen zufolge etwa vier Millionen Menschen an einer SE.  © hil/aerzteblatt.de

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