Politik

Bundesregierung plant keine weiteren Tabaksteuer­erhöhungen

Dienstag, 29. Dezember 2015

Berlin/Heidelberg – Die Bundesregierung plant im Augenblick keine weiteren Tabak­steuererhöhungen. Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage aus dem Jahr 2011 sei die Tabaksteuer für Zigaretten und Feinschnitt zuletzt am 1. Januar 2015 erhöht worden, heißt es in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) empfiehlt dagegen steigende Tabaksteuern. „Da deutliche Erhöhungen der Tabaksteuer mit einem Rückgang des Rauchens in der Gesamtbevölkerung und vor allem unter Jugendlichen einhergehen, sind sie die erfolgreichste Maßnahme in der Tabakprävention“, heißt es in einer Publikation des DKFZ aus dem Jahr 2014.

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Hohe Zigarettenpreise motivierten Raucher zum Aufhören und hinderten vor allem Jugendliche daran, mit dem Rauchen anzufangen. Studien zeigten, dass eine Erhöhung des Zigarettenpreises um zehn Prozent den Zigarettenkonsum unter Jugendlichen um bis zu 13 Prozent senken könne. Das DKFZ empfiehlt daher, die Steuer jährlich um mindestens zehn Prozent pro Zigarette zu erhöhen.

Wichtig sei außerdem, alle Tabakprodukte gleich hoch zu besteuern. Die im Augenblick deutlich geringere Besteuerung des Feinschnitttabaks – also des losen Tabaks zum Selberdrehen – im Vergleich zu Fabrikzigaretten führe dazu, dass Raucher auf die günstigeren selbstgedrehten Zigaretten auswichen. „Feinschnitttabak sollte daher wie Fabrikzigaretten besteuert werden“, so die Forderung des DKFZ. © hil/aerzteblatt.de

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