Politik

Sechs Städte starten mit Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Düsseldorf – Sechs Kommunen in Nordrhein-Westfalen versichern zu Jahresbeginn bei ihnen lebende Flüchtlinge direkt bei einer Krankenkasse. Alsdorf, Bonn, Bochum, Gevelsberg, Monheim und Mülheim führen zum 1. Januar 2016 die Gesundheitskarte für Flüchtlinge ein. Allerdings laufen überall noch die aufwendigen Vorbereitungen zur Fertigung und Ausgabe der kleinen Plastikkarten mit einem Foto der Versicherten. Alle Städte erhoffen sich von der Neuerung eine Entlastung sowie eine bessere gesundheitliche Versorgung ihrer Asylbewerber.

Anzeige

NRW hat als erstes Flächenland Ende August den Weg frei gemacht für eine Krankenversicherung von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hatte dies mit Krankenkassen vereinbart. Dadurch werden die bislang dafür zuständigen Städte entlastet. Auch Flüchtlinge profitieren, weil sie ohne Umweg über das Sozialamt direkt zum Arzt gehen können.

Drei weitere Städte haben die Einführung verschoben: Wermelskirchen ist am 1. Februar dabei, Oberhausen und Sprockhövel folgen zum 1. April. Zu dem Termin wollen unter anderem auch Düsseldorf und Herdecke mitmachen. NRW hat fast 400 Kommu­nen. 2015 kamen mehr als 200 000 Flüchtlinge in das Bundesland. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

30.06.16
Erfurt – Die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge in Thüringen könnte zum 1. Oktober eingeführt werden. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, sagte Migrationsminister Dieter Lauinger (Grüne)......
30.06.16
Flüchtlinge: „Das Trauma nicht überpathologisieren“
Berlin – Etwa jeder zweite Flüchtling leidet an einer psychischen Erkrankung aufgrund traumatischer Erlebnisse, wie Krieg, Vertreibung, Folter oder Vergewaltigung. Nicht alle benötigen jedoch eine......
30.06.16
Potsdam – Von Gewalt betroffene Flüchtlingsfrauen und -kinder können sich vom 1. Juli an in Brandenburg an eine Koordinierungsstelle wenden. Sie müssten sicher sein können, dass sie im Notfall......
27.06.16
Münster – Ärzte in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben im vergangenen Jahr rund 330.000 Menschen betreut, die aus ihrer Heimat geflohen sind. „In kürzester Zeit der Not haben wir im Land innerhalb der......
23.06.16
Krankschreibungen von abgelehnten Asylbewerbern weiter in der Diskussion
Berlin – Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat in einer aktuellen Stunde im Bundestag seine umstrittene 70-Prozent-Äußerung zu Krankschreibungen bei abgelehnten Asylbewerbern......
22.06.16
Berlin – Folteropferzentren bieten traumatisierten Flüchtlingen eine wichtige Anlaufstelle, um die Folgen von Folter, Vergewaltigung oder anderer psychischer, physischer oder sexueller Gewalt zu......
22.06.16
Potsdam – Die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge soll vom 1. Juli an zunächst in der Landeshauptstadt Potsdam ausgegeben werden. Dann könnten die Geflüchteten dort ohne vorherige Anträge......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige