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Forscher entwickeln Antikörpertest auf Virus des Dengue-Fiebers

Montag, 4. Januar 2016

Leipzig – Einen Antikörpertest auf eine Infektion mit dem Virus des Dengue-Fiebers hat eine Arbeitsgruppe um Sebastian Ulbert am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI entwickelt. Das Virus wird über sogenannte Tigermücken übertragen. Ursprünglich in Afrika und Asien heimisch breiten sich zunehmend auch im Mittel­meerraum aus. In Südfrankreich und Kroatien infizierten sich bereits einige Menschen mit dem Virus.

Bislang ist es laut der Arbeitsgruppe schwierig nachzuweisen, ob ein Patient wirklich an Dengue leidet – oder aber an Gelbfieber, dem West-Nil-Virus oder dem Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis. Zwar seien Tests verfügbar, sie könnten aber nicht zuverlässig zwischen diesen sogenannten Flavi-Viren-Krankheiten unterscheiden. Für eine zuverlässige Aussage muss die Blutprobe des Patienten laut den Forschern im Augenblick in ein Hochsicherheitslabor geschickt und dort untersucht werden.

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„Wir haben einen Antikörper-Nachweis von Dengue-Infektionen entwickelt, der zwischen Dengue und anderen Flaviviren unterscheiden kann“, betonte Ulbert. Dafür haben die Forscher spezielle Antigene hergestellt: Durch Punktmutationen wurde der Bereich der Antigene, der bei allen Flavi-Viren gleich ist, verändert und somit ausgeschaltet.

Die Antikörper des Patienten aus dem Blut können an dieser unspezifischen Stelle nicht binden – „es bleiben also nur die für Dengue spezifischen Antikörper, die sonst von den unspezifischen überdeckt werden. Ist der Test also positiv, weiß man mit hundert­prozentiger Sicherheit, dass der Patient vom Dengue-Virus befallen wurde“, so Ulbert.  

Die Forscher hoffen, den Test in etwa einem Jahr auf den Markt bringen zu können. In einem weiteren Schritt arbeiten sie daran, auch die vier verschiedenen Arten des Dengue-Erregers zu unterscheiden. © hil/aerzteblatt.de

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