Ärzteschaft

Apobank befragt Heilberufler zur Digitalisierung des Gesundheitswesens

Dienstag, 12. Januar 2016

Düsseldorf – Viele reden von E-Health, die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) will es jetzt genau wissen: Eine Studie im Auftrag der Bank soll ein möglichst genaues Zukunftsbild über die Digitalisierung des Gesundheitswesens zeichnen. Das hat Ulrich Sommer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Apobank, beim „Gesundheitspolitischen Jahresauftakt“ des Kreditinstituts in Düsseldorf angekündigt.

Neben einer Bestandsaufnahme gehörten zu der Untersuchung Experteninterviews sowie eine Befragung unter angestellten und niedergelassenen Heilberuflern aller Fachgebiete. „Wir wollen wissen, wie Heilberufler einschätzen, in welchem Maße Digitalisierung ihren beruflichen Alltag verändern wird, bis hin zur Arzt-Patienten-Beziehung“, sagte Sommer.

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„Darüber hinaus wollen wir erfahren, wie Heilberufler den Einfluss auf die Versorgungs­strukturen einschätzen und wie sie wirtschaftlich davon profitieren wollen.“ Nach Ansicht Sommers ist vielen nicht so richtig bewusst, dass es neben Anwendungen im Datenmanagement und der Kommunikation auch schon solche gibt, die in das Diagnose- und Therapiegeschehen hineinreichen.

Vor mehr als 400 Gästen äußerten Apobank-Vorstandsvorsitzender Herbert Pfennig und Sommer ihre Sorge über die zunehmende Regulierung im Gesundheitswesen. Die sieben großen  Gesetze des Jahres 2015 und weitere geplante würden die kommenden Jahre prägen.

Mit der Beschränkung der Selbstverwaltungsstrukturen durch den Gesetzgeber werde es den Organisationen der Heilberufe erschwert, ihre Aufgaben wahrzunehmen, kritisierte Sommer. Zudem schrecke die massive Regulierung die nachkommende Generation davon ab, den Beruf des Arztes oder Apothekers zu ergreifen. „Dadurch ist ein wichtiger Pfeiler in der Patientenversorgung in Gefahr: die Praxis um die Ecke, ohne lange Wege und Wartezeiten.“ © Stü/aerzteblatt.de

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