Politik

Krankenkassen müssen nur palliativ eingesetzte Mistelpräparate übernehmen

Mittwoch, 13. Januar 2016

Kassel – Gesetzlich Versicherte haben keinen Anspruch darauf, dass ihre Kassen im Rahmen einer adjuvanten Krebstherapie ein nicht verschreibungspflichtiges anthroposophisches Mistelpräparat übernimmt. Die Revision einer Klägerin gegen eine entsprechende Entscheidung des Sozialgerichtes hat der erste Senat des Bundessozialgerichts abgelehnt (Az: B 1 KR 30/15 R).

Apothekenpflichtige, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel wie das Mistelpräparat Iscador M sind von der Arzneimittelversorgung nach dem fünften Sozialgesetzbuch grundsätzlich ausgeschlossen. Allerdings gibt es Ausnahmen, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bestimmt und in eine entsprechende Liste aufnimmt.

Anzeige

In dieser Liste der verordnungsfähigen nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel findet sich tatsächlich das Mistelpräparat – allerdings ausschließlich beschränkt auf den Einsatz in der palliativen Therapie. „Der G-BA verfügt über eine hinreichende demokratische Legitimation, durch Richtlinien festzulegen, welche nicht verschreibungs­pflichtigen Arzneimittel, die bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten, zur Anwendung bei diesen Erkrankungen mit Begründung vom Vertragsarzt ausnahmsweise verordnet werden können“, hieß es aus dem BSG. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

23.01.17
Berlin – Unheilbar erkrankte Patienten sollen künftig ambulant noch besser betreut werden. Das haben Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband in einer neuen Vereinbarung zur......
12.01.17
Mainz – In Rheinland-Pfalz und Sachsen ist in diesen Tagen ein neues Projekt gestartet, das Schwerkranken innige Wünsche erfüllen will. In Hessen soll der sogenannte „Wünschewagen“ in den nächsten......
09.12.16
Schwerin – Hospize und Palliativstationen für Schwerstkranke und Sterbende gibt es nach Ansicht von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) in Mecklenburg-Vorpommern ausreichend. Der Bedarf wachse......
28.11.16
Palliativmedizin: Sterbewünsche im Alter richtig deuten
Berlin – Was meinen schwerkranke Menschen, wenn sie sagen, dass sie sterben wollen? Mit dieser Frage haben sich Schweizer Ärzte und Ethiker in einer zehnjährigen Studie auseinandergesetzt. Noch......
02.11.16
Berlin – Auf die Möglichkeiten, pflegebedürftige Menschen mit Naturheilverfahren zu unterstützen, weist ein Reader des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) hin. Die in Zusammenarbeit mit der......
02.11.16
Osnabrück – In der Hospiz- und Palliativversorgung mangelt es nach wie vor an einem einheitlichen Qualitätssystem, das die Anforderungen an Hospiz-Einrichtungen für alle verbindlich regelt. Das hat......
01.11.16
Berlin – Die Bundesregierung will die Überprüfung von Heilpraktikeranwärtern verschärfen. Das geht aus einem Änderungsanträgen von Union und SPD zum Pflegestärkungsgesetz III hervor. Eine......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige