Ärzteschaft

Die Herausforderungen für das KV-System 2016

Donnerstag, 14. Januar 2016

Berlin – „2016 wird sicherlich ein Jahr in dem viel vor uns liegt“. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, in einer Videobotschaft auf KV-on an, dem Web-TV der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen).

Laut dem KV-Vorstandsvorsitzenden geht es grundsätzlich darum, in Zeiten des demografischen Wandels und vieler Flüchtlinge im Land die hochwertige medizinische Versorgung zu sichern und zukunftsfest zu gestalten. Gassen kündigte an, KBV und KVen würden im Rahmen einer Arbeitstagung der Vertreterversammlung Ende Februar Konzepte für die nächsten Jahre diskutieren und entwickeln.

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Terminservicestellen nicht zielführend
Nach den nächsten konkreten Aufgaben gefragt, nannte der KBV-Vorstandsvorsitzende die Einführung der Terminservicestellen zum 23. Januar. „Wir haben keinen Zweifel daran gelassen, dass wir die für eigentlich unsinnig und nicht zielführend halten, werden aber trotzdem fristgerecht zum 23. Januar die Terminservicestellen funktionsbereit haben“, so Gassen.

Die wichtigere und größere Aufgabe sei danach die die Weiterentwicklung der Bedarfs­planung. „Das ist eine komplexe Aufgabe. Die Bedarfsplanung ist ein wichtiges, aber auch schwieriges Terrain“, sagte der KBV-Chef.

Außerdem gehe es 2016 um die Ausgestaltung der ambulanten spezial-fachärztlichen Versorgung. Gassen betonte, KBV und KVen würden weiter intensiv daran arbeiten, „um dieses neue Versorgungsgebiet für Vertragsärzte attraktiv und händelbar zu gestalten“.

Körperschaftliche System zukunftsfest machen
Der KBV-Vorstandsvorsitzende betonte, das System der KVen sei auch in Zukunft unent­behrlich für eine hochwertige medizinische Versorgung in Deutschland. Gleichwohl sei es in Teilen modernisierungspflichtig. „Die Herausforderungen ändern sich, sie sind nicht völlig neu, aber sie ändern sich und darauf muss man reagieren“, sagte er. Diesen Prozess wolle er anstoßen. „Wir müssen vielleicht auch in Konstruktionen von Satzungen und dem Miteinander im Umgang Änderungen vornehmen“, so der KBV-Chef. Dabei gehe es darum, das körperschaftliche System zukunftsfest machen.

Gassen erinnerte daran, dass die KBV und die KVen einerseits die ambulante medizi­nische Versorgung sicherstellten, zum anderen aber auch eine unentbehrliche Interessens­vertretung der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten seien. „Das wird seinen Niederschlag finden in der anstehenden Reform des einheitlichen Bewer­tungs­­maßstabes (EBM). Das wird auch den Niederschlag finden in der Umsetzung von Regelungen, die Gesetze vorgeben, oder auch in der Entwicklung von neuen Regelungen, die möglicherweise anstehen“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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Mut zur Wahrheit
am Freitag, 15. Januar 2016, 11:29

Wie wäre es mit Abschaffung der vielen nutzlosen KV

und nur ein KV und einer einheitlichen Regelung für ganz Deutschland, da ließe sich Geld Sparen und in die leeren KV Gebäude könnten Flüchtlinge einziehen
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