Ärzteschaft

Heilberufler in Sachsen-Anhalt fordern einheitliche und einfache Regelungen bei der Flüchtlings­versorgung

Donnerstag, 14. Januar 2016

Magdeburg – Eine einheitliche und weitgehend unbürokratische medizinische Versor­gung von Flüchtlingen und Asylbewerbern fordern Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Apotheker in Sachsen-Anhalt. Die medizinische Versorgung der Flüchtlinge sei „eine immense Herausforderung, die die Heilberufler des Landes gern annehmen“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme, die auch die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Landes unterstützen.

Aber im Augenblick verlaufe die Umsetzung auf kommunaler Ebene „recht unterschied­lich“ – oft sei unklar, welche Leistungen das Land, die Landkreise oder Städte übernehmen. „Es darf nicht soweit kommen, dass Heilberufler, die Flüchtlinge behandeln und versorgen, letztendlich auf den Kosten der Behandlung oder des Rezeptes sitzen bleiben“, fordern die Heilberufler des Landes.

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Die Arbeit von Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten und Apothekern wird laut der Erklärung durch die unterschiedlichen Leistungsangebote für die Hilfe suchenden Menschen in den einzelnen Landkreisen erschwert. Die ließe sich ändern, indem landesweit einheitlich eine elektronische Gesundheitskarte einführt werde. Ein Sprecher der Kammer warnte gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt aber vor einem Flickenteppich bei der Einführung der Karte.

Die Ärztekammer betont zudem, es sei wichtig Gesundheitsdaten zum Beispiel zum Impfstatus bundesländerübergreifend austauschen zu können, weil viele Asylsuchende innerhalb Deutschlands weiterreisten. © hil/aerzteblatt.de

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