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Schonende Behandlungsmethode für Bauchfellkrebs am Uniklinikum Leipzig

Dienstag, 19. Januar 2016

Leipzig – Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) bietet eine neue Behandlungsmethode für Tumoren des Bauchfells an. Bei der sogenannten PIPAC-Therapie (Pressurized IntraPeritoneal Aerosol Chemotherapy) gelangt ein Chemotherapeutikum minimalinvasiv über zwei Einschnitte in der Bauchdecke als Aerosol in den Bauchraum. Aufgrund seiner gasförmigen Konsistenz verteile es sich besser als herkömmliche Darreichungsformen und dringe bis zu viermal tiefer in das Bauchfellgewebe und die darin liegenden Tumoren ein, hieß es aus dem UKL.

Die PIPAC-Therapie gelte zudem als schonend und könne auch in Fällen von Unverträglichkeit gegenüber Chemotherapie angewendet werden. „Jetzt können wir den Patienten, bei denen die bisherige Behandlung erfolglos blieb oder die diese nicht vertragen haben, eine effektive Behandlung anbieten. Zudem können bisherige Therapien mit der PIPAC kombiniert werden, um so die Effektivität zu steigern", erklärt Boris Jansen-Winkeln, leitender Oberarzt in der Viszeralchirurgie der Uniklinik.

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Die Therapie befindet sich noch im Stadium der Erprobung, kann laut dem UKL aber bereits erste Erfolge aufweisen. „Das Verfahren eignet sich leider nicht für jeden Patienten, deshalb diskutieren wir in unserem Tumorboard gemeinsam die jeweilige individuelle Therapieform“, erklärt Jansen-Winkeln.

Jedes Jahr erkranken etwa 20.000 Deutsche an Bauchfellkrebs. Seine Tumoren sind fast ausschließlich Metastasen anderer Krebsgeschwüre und somit häufig bereits weit fortgeschritten. Bislang liege die Lebenserwartung eines Patienten mit diagnostiziertem Bauchfellkrebs durchschnittlich bei unter einem Jahr.

© hil/aerzteblatt.de

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