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Krankenkasse rechnet nur mit milder Erkältungswelle

Dienstag, 19. Januar 2016

Hamburg – Die traditionelle Erkältungswelle mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit nach dem Jahreswechsel soll in diesem Winter eher milde ausfallen. Damit rechnet zumindest die Techniker Krankenkasse (TK).

Besonders im ersten Quartal, wenn Schnupfen und Husten Hochsaison haben, kommt es in vielen Betrieben zu Engpässen – nach Beobachtungen der TK aber in erster Linie in ungeraden Jahren. 2009, 2011 und 2013 waren mit 2,1 beziehungsweise 2,0 und 2,4 Tagen pro Kopf relativ viele Deutsche aufgrund von Atemwegserkrankungen krank­geschrieben. In den Folgejahren 2010, 2012 und 2014 mit 1,8 beziehungsweise. 1,9 und 2,0 Tagen deutlich weniger.

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Am schlimmsten hat es die TK-versicherten Berufstätigen am 21. Februar 2013 erwischt: Zwei Prozent waren an diesem Tag arbeitsunfähig aufgrund von Erkältungs­symptomen. Hochgerechnet auf die Bundesebene lagen mehr als eine halbe Millionen Menschen mit Schnupfen und Fieber im Bett. Im Beobachtungsjahr 2013 verzeichnete die TK damit den bislang höchsten erkältungsbedingten Krankenstand des aktuellen Jahrhunderts.

„Für 2016 erwarten wir ähnliche Zahlen wie in den geraden Jahren zuvor, als jeweils nur 0,7 bis 0,9 Prozent der Beschäftigten und Arbeitslosengeld-I-Empfänger erkältungsbedingt außer Gefecht gesetzt waren. Der bisher relativ warme Winter lässt hoffen, dass wir dieses Jahr glimpflich davonkommen und eine mildere Schnupfenzeit auf uns wartet“, sagte Gudrun Ahlers, Gesundheitsexpertin bei der TK.

Dem Statistikdienstleister Insight Health zufolge war die Grippewelle im vergangenen Winter 2015 besonders stark – abzulesen am Umsatz der freiverkäuflichen Erkäl­tungsmedikamente in Apotheken. Mit knapp 212 Millionen Euro lag der Umsatz im Februar 2015 35 Prozent über dem Monatsdurchschnitt der vergangenen drei Jahre und überstieg den letzten Höchstwert im starken Grippemonat Februar 2013 um fast 20 Millionen Euro. © hil/aerzteblatt.de

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