Politik

AOK-Programm unterstützt Angehörige im plötzlichen Pflegefall

Dienstag, 19. Januar 2016

Schwerin – Angehörige von Pflegebedürftigen können in kostenlosen Schulungen Grundkenntnisse in der Pflege erwerben. Bislang gibt es diese Weiterbildung unter dem Namen „PfiFf - Pflege in Familien fördern” seit vorigem Jahr an der Universität Rostock und neuerdings auch an der Universitätsmedizin Greifswald, wie die AOK Nordost am Dienstag mitteilte. Ziel sei es, das Programm schrittweise in ganz Mecklenburg-Vorpommern einzuführen, unabhängig von der Kassenzugehörigkeit Betroffener.

Anzeige

Die Weiterbildung richtet sich an Angehörige von Menschen, die etwa nach einem Schlaganfall oder einem Sturz plötzlich zum Pflegefall werden. Wie der Pflegevorstand an der Universitätsmedizin Greifswald, Peter Hingst, sagte, stehen die Familien auf einmal vor einem Berg an Aufgaben.

„Anträge müssen gestellt, die Wohnung mit Pflegebett und anderen Hilfsmitteln ausgestattet sowie ein Pflegedienst organisiert werden.” Bei Bedarf müssten die Angehörigen in der praktischen Pflege unterwiesen werden, was mit hohen körperlichen, psychischen und emotionalen Belastungen verbunden sei.

Das Programm besteht nach Angaben der AOK Nordost aus drei aufeinander aufbauenden Modulen mit praktischer Anleitung und theoretischer Wissensvermittlung. Wenn gewünscht, erhalten Familienangehörige bereits im Krankenhaus und nach der Entlassung des Patienten zu Hause spezielle Pflegekurse. Ziel sei es, eine für den Patienten belastende Wiederaufnahme ins Krankenhaus zu vermeiden. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

20.09.16
Demenz: Tabuthema darf nicht verschwiegen werden
Berlin – Über das Tabuthema Demenz muss gesprochen werden, Erkrankte und pflegende Angehörige müssen aus der gesellschaftlichen Isolation geholt werden. Das hat die Bundesärztekammer (BÄK) anlässlich......
13.09.16
Hamburg – Immer mehr berufstätige Väter kümmern sich nach Beobachtungen der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) um erkrankte Kinder zuhause. Für 19 Prozent aller Fehltage wegen krankem Nachwuchs zahlte......
09.09.16
Pflegende Angehörige benötigen zielgerichtete Unterstützung
Hannover – Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) hat mehr zielgerichtete Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige gefordert. Nur so könne sichergestellt werden, dass „die Pflege im Kreis der......
17.08.16
Pflegebeauftragter lehnt CSU-Pläne zur Entlastung von Kindern bei Elternpflege ab
Berlin – Die Bundesregierung hat Pläne der CSU zur finanziellen Entlastung von Kindern bei der Pflege ihrer Eltern zurückgewiesen. „Es kann nicht sein, dass Bürger, die vergleichsweise gut verdienen,......
10.08.16
Unterhaltspflicht: Bayern will Kinder bei Pflege ihrer Eltern finanziell entlasten
München – Bayern will Kinder mit einem Jahreseinkommen von unter 100.000 Euro von der Unterhaltspflicht für pflegebedürftige Eltern freistellen. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte heute......
29.07.16
HAW Hamburg: Projekt „KURVE“ identifiziert kultursensible Versorgungs­bedürfnisse
Hamburg – Im Rahmen des Forschungsprojekts KURVE, was für „Kultursensible Versorgungsbedürfnisse identifizieren und Chancen nutzen“ steht, sollen Schulungsangebote für Angehörige und Pflegedienste......
07.07.16
Pflege-Auszeit: Erfolg oder Misserfolg?
Berlin – Die Regelung soll Berufstätige entlasten, die neben dem Job einen Angehörigen zu pflegen haben. Doch ist die Pflege-Auszeit tatsächlich ein Erfolgsmodell? Darüber gehen die Meinungen......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige