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Krankenkasse ruft Allergiker zu Hyposensibilisierung auf

Mittwoch, 27. Januar 2016

Berlin – Die Barmer GEK hat Allergiker vor dem Start der Heuschnupfensaison zu einer Immuntherapie aufgerufen, der Hyposensibilisierung. „Einen Heuschnupfen sollte man wegen der drohenden Folgeerkrankungen sehr ernst nehmen, auch wenn die Symptome nach einiger Zeit abklingen. Eine Immuntherapie ist daher sinnvoll“, sagte Utta Petzold, Allergologin bei der Kasse, und empfiehlt, sich vom Arzt dazu genau beraten zu lassen.

Rund 13 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Heuschnupfen, darunter eine Million Kinder. Eine laufende Nase, juckende Augen und ein Gefühl der Mattigkeit sind typische Symptome. Am heftigsten reagieren Allergiker auf Birken-, Erlen-, Hasel- sowie Gräserpollen, die ab April aufkommen.

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Laut einer Übersichtsarbeit von 2013 im Allergo Journal, dem Organ der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie und des Ärzteverbandes der Deutschen Allergologen, schätzen Experten, dass nur etwa zehn Prozent der allergischen Patienten entsprechend den aktuellen Leitlinien behandelt werden. Rund sieben Prozent der Patienten mit Rhinitis und fünf Prozent der Patienten mit allergischem Asthma erhalten danach eine spezifische Immuntherapie (2013; 22: 366–373).

Bei der Hyposensibilisierung lernt die körpereigene Abwehr, auf Allergene weniger oder gar nicht zu reagieren, indem sie mit ihnen bewusst in Kontakt gebracht wird. „Die Immuntherapie dauert drei Jahre, aber der Aufwand lohnt sich. Die Hyposensibilisierung ist vor allem erfolgreich, wenn sie bei ersten Anzeichen einer Pollenallergie beginnt“, so Petzold. Die Immuntherapie ist eine Kassenleistung. © hil/aerzteblatt.de

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