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Diagnos­tica-Industrie leidet unter Preisdruck und Fachkräftemangel

Freitag, 29. Januar 2016

Berlin – Die Nachfrage nach In-vitro-Diagnostica ist im vergangenen Jahr in Deutschland nur leicht gestiegen. Das gab der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) heute in Berlin bekannt. Nach den ersten drei Quartalen 2015 schätzt der VDGH den deutschen IVD-Markt 2015 auf insgesamt 2,21 Milliarden Euro (plus 1,1 Prozent). „Das ist ein erfreuliches, wenngleich auch bescheidenes Wachstum“, sagte VDGH-Vorstands­vorsitzender Matthias Borst.

Der Blick in die Zukunft ist auch eher verhalten optimistisch: So erwarten laut einer repräsentativen Branchenbefragung des Verbandes zwar 47 Prozent der IVD-Hersteller 2016 eine positive Geschäftsentwicklung, gleichzeitig rechnen aber 40 Prozent damit, dass die Gewinne im laufenden Jahr stagnieren oder einbrechen. „Zunehmender Preisdruck im Markt lässt die Margen sinken“, begründet der VDGH-Chef Borst. Dies liege vor allem an flächendeckenden Quotierungen sowie abgesenkten Erstattungen für Laborleistungen in den ärztlichen Vergütungssystemen.

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Zudem leidet inzwischen auch die Diagnosticabranche unter einem zunehmenden Fachkräftemangel: Während 2014 noch knapp 35 Prozent der befragten Unternehmen offene Stellen nur schwer  besetzen konnten, sehen nun bereits fast zwei Drittel (63,3 Prozent) den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften als relevantes Problem.

Der VDGH vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen von 95 Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 4 Milliarden Euro. © hil/aerzteblatt.de

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