Ärzteschaft

Bayerische Niederlassungs­förderung auch bei Psychotherapeuten erfolgreich

Montag, 1. Februar 2016

München – 25 Psychotherapeuten sowie fünf Kinder- und Jugendpsychiater haben bislang die Förderinitiative des bayerischen Gesundheitsministeriums für ihre Niederlassung genutzt. „Diese Zahlen klingen vielleicht nicht spektakulär – sie bedeuten aber einen wichtigen Fortschritt für die Patienten“, zog die Gesundheitsministerin des Bundeslandes, Melanie Huml (CSU), ein positives Fazit der Initiative.

Bayern hatte das zunächst nur für Hausärzte vorgesehene Förderprogramm im Januar 2015 auf bestimmte Facharztgruppen sowie Psychotherapeuten ausgeweitet. Auch Kinderärzte und Frauenärzte werden seitdem unterstützt. Im Dezember 2015 hat das Bundesland alle Arztgruppen der allgemeinen fachärztlichen Versorgung in die Niederlassungsförderung einbezogen, zum Beispiel Hals-Nasen-Ohren- und Augenärzte.

Anzeige

Im Rahmen des Programms unterstützt das bayerische Gesundheitsministerium die Niederlassung von Haus- und Fachärzten mit bis zu 60.000 Euro. Psychotherapeuten können eine Förderung von bis zu 20.000 Euro erhalten. Voraussetzung dafür ist insbesondere, dass sie sich in Gemeinden mit nicht mehr als 20.000 Einwohnern niederlassen. Bei Kinder- und Jugendpsychiatern liegt die Grenze bei 40.000 Einwohnern.

Im Doppelhaushalt 2015/2016 stehen für das Förderproramm insgesamt 11,7 Millionen Euro zur Verfügung. „Insgesamt hat das Bayerische Gesundheitsministerium im Rahmen des Förderprogramms bereits fast 200 Ärzte und Psychotherapeuten unterstützt. Außerdem fördern wir derzeit 101 Studenten“, erläuterte Huml. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

14.09.16
Psychotherapie-Richt­linie beanstandet: Ministerium will Sprechstunde verpflichtend einführen
Berlin – Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) verlangt Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 16. Juni beschlossen hat. Darauf weist die......
09.09.16
Berlin – Die regionale Verteilung von Psychotherapeuten und Psychiatern ist nicht am Bedarf oder an der psychiatrischen Morbidität der Bevölkerung orientiert. Das ist das Ergebnis einer neuen......
06.09.16
Dresden – Ein psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge hat in Dresden die Arbeit aufgenommen. Es ist für Asylsuchende gedacht, die etwa wegen Kriegserfahrungen in ihrer Heimat traumatisiert sind oder......
25.08.16
Köln – Eine sogenannte systemische Therapie bietet für Erwachsene mit bestimmten Störungen einen Vorteil gegenüber anderen Interventionen oder auch keiner Behandlung. Zu diesem Ergebnis kommt das......
26.07.16
Psychiatrische Versorgung: Länder wollen Prävention ausbauen
München – Nach der Axt-Attacke von Würzburg, dem Amoklauf von München und dem Bombenanschlag von Ansbach will Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) die psychiatrische Versorgung für......
11.07.16
Clever: Psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen auf die Zukunft ausrichten
Berlin – Obwohl die Zahl der nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge stark gesunken ist, werde vor allem die psychosoziale Integration dieser Menschen die Ärzteschaft weiterhin beschäftigen. Das hat......
30.06.16
Flüchtlinge: „Das Trauma nicht überpathologisieren“
Berlin – Etwa jeder zweite Flüchtling leidet an einer psychischen Erkrankung aufgrund traumatischer Erlebnisse, wie Krieg, Vertreibung, Folter oder Vergewaltigung. Nicht alle benötigen jedoch eine......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige