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Zahl der Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen rückläufig

Montag, 1. Februar 2016

Berlin/Düsseldorf – In den vergangenen drei Jahren mussten 22 Prozent weniger Kinder- und Jugendliche wegen einer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden. Das geht aus einer neuen Krankenhausstatistik der DAK-Gesundheit hervor. Danach wurden 2015 bei der Krankenkasse knapp 1.200 Fälle von Alkoholintoxikationen bei zehn bis 19-Jährigen abgerechnet. Diese Fälle beziehen sich aber nur auf Versicherte der DAK. Kassenübergreifend kamen in den vergangenen Jahren bis zu 26.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr nach Alkoholmissbrauch in ein Krankenhaus.

„Alkoholkonsum ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Das macht es so schwierig, auf die unzweifelhaft bestehenden immensen Gefahren aufmerksam zu machen“, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU). Sie kündigte an, weiterhin die Schirmherrschaft der DAK-Kampagne „bunt statt blau“ gegen Komatrinken zu übernehmen.

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Ein verstärktes Engagement gegen Alkoholmissbrauch während der Karnevalszeit kündigte in diesem Zusammenhang das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium an. „Karneval als ein Fest der Freude sollte nicht durch erhöhten Alkoholkonsum getrübt werden. Deshalb werden landesweit die Aktivitäten zur Verhinderung von Komasaufen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen verstärkt“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis90/Grüne) in Düsseldorf.

Dabei gehe es einerseits um originelle Angeboten, die Jugendliche ansprechen sollen. Andererseits kündigte die Ministerin an, Ordnungsämter, Jugendämter und Polizei würden die Einhaltung des Jugendschutzes schärfer kontrollieren.  © hil/aerzteblatt.de

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