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Beckenbodentraining auch für Männer mit Inkontinenzproblemen sinnvoll

Dienstag, 9. Februar 2016

Frankfurt/Hambug – Auch Männer mit Inkontinenzproblemen profitieren von einem gezielten Beckenbodentraining. Vor allem nach radikalen Prostatektomien leidet jeder fünfte bis zehnte Mann dauerhaft an Inkontinenz, erläutert Ricarda Bauer, Oberärztin der Urologischen Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München und Leiterin des dortigen Kontinenzzentrums.

Laut Bauer verhält es sich bei der Harninkontinenz des Mannes anders als bei Frauen, die häufig beim Niesen oder Husten Urin verlieren: Die meisten Männer nässen während längerer körperlicher Anstrengung ein, beispielsweise beim Wandern oder bei der Gartenarbeit.

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„Der erste Schritt ist oft ein Beckenbodentraining unter Anleitung eines Physiothera­peuten mit Spezialisierung auf dieses Thema“, erläutert die Expertin. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft hat eine Liste mit zertifizierten Kontinenz- und Beckenboden-Zentren erstellt, auf die Ärzte bei der Verordnung zurückgreifen können. Wichtig sei, dass sich die Patienten an den vorgegebenen Trainingsumfang halten.

„Häufig kommt es vor, dass die Männer – getrieben vom Wunsch, wieder kontinent zu sein – zu viel auf einmal wollen und sich übernehmen“, so Bauer. Richtig ausgeführt könnten die Übungen jedoch die Beckenbodenmuskulatur dauerhaft kräftigen und einer Inkontinenz so entgegensteuern.

Wem das regelmäßige Training nach sechs bis zwölf Monaten nicht geholfen habe, dem stehe inzwischen eine Vielfalt an operativen Verfahren zur Verfügung. „Insgesamt sollten alle Ärzte, die Männer vor und nach Prostataoperationen begleiten, offensiver als bisher häufig üblich mit der Thematik umgehen“, fordert Bauer. © hil/aerzteblatt.de

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Dr.Bayerl
am Samstag, 20. Februar 2016, 14:55

ich bitte orthographische Fehler zu entschuldigen,

die immer mein Rechtschreibprogramm (neues Betriebssystem) begeht,
dass sich trotz mehrfacher Befehle einfach nicht abstellen lässt. :-)
Die EDV führt noch zu unserem Untergang.
Dr.Bayerl
am Samstag, 20. Februar 2016, 13:51

Was Männer mehr stört als Frauen ist die "Urge inkontinence",

das ist der imperative Harndrang und das schon vor einer Op, den kann man doch nicht mit Beckenbodengymnastik verbessern! Hier ist das Zielorgan physiktherapeutischer Maßnahmen (wenn schon) eher die LWS als der Beckenboden. Es ist immer gut im Alter auch etwas für die WS zu tun :-).
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