Medizin

Erhöhte Suizidalität beim chronischen Erschöpfungssyndrom

Mittwoch, 10. Februar 2016

London – Die Patienten eines führenden britischen Behandlungszentrums für das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) hatten in einer Studie im Lancet (2016; doi: 10.1016/S0140-6736(15)01223-4) kein erhöhtes Sterberisiko. Es kam aber zu einer ungewöhnlichen Häufung von Suiziden.

Die Ursachen des chronischen Erschöpfungssyndroms, das nach einem oft plötzlichen Beginn mit einer mindestens sechs Monate anhaltenden geistigen und körperlichen Erschöpfbarkeit einhergeht, sind nicht bekannt. Psychiater neigen dazu, die Symptome als Somatisierungsstörung zu betrachten, während viele Patienten davon überzeugt sind, dass es sich um eine primär organische Erkrankung handelt, die nicht nur die Psyche belastet, sondern auch zu körperlichen Schäden führt. In britischen Internetforen wurde zuletzt über eine erhöhte Sterblichkeit spekuliert. Von einer erhöhten Rate von Todesfällen an Krebserkrankungen war die Rede.

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Dies veranlasste Emmert Roberts vom King’s College London zu einer Nachbeobach­tung von 2.147 Patienten mit CFS, die seit 2007 an der CFS-Ambulanz des South London and Maudsley NHS Foundation Trust (SLaM) behandelt wurden. Die Auswertung der elektronischen Krankenakten ergab, dass bis Ende 2013 insgesamt 17 Patienten verstorben waren, darunter acht an Krebs, fünf durch Selbstmord und vier aus anderen Ursachen.

Die acht Krebstoten stellen laut der Analyse keinen Anstieg gegenüber der Krebs­sterblichkeit in der Allgemeinbevölkerung dar. Roberts ermittelte eine standardisierte Mortalitätsrate (SMR) von 1,39, die mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,60 bis 2,73 das Signifikanzniveau verfehlte. Auch die SMR der Gesamtsterblichkeit war mit 1,14 (0,65-1,85) nicht signifikant erhöht. Die fünf Suizide fallen jedoch aus dem Rahmen. Im Vergleich zur Suizidrate in der Allgemeinbevölkerung hätte in der Patientengruppe weniger als ein Suizid auftreten sollen. Die SMR von 6,85 war signifikant, wenn auch mit einem sehr weiten 95-Prozent-Konfidenzintervall von 2,22 bis 15,98.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Patienten mit CSF eine psychiatrische (Ko)-Morbidität haben, was viele Betroffene, die organische Ursachen ihrer Erkrankung vermuten, nicht akzeptieren dürften. Viele Patienten lehnen eine psychiatrische Betreuung strikt ab. Die Beweiskraft der Studie, der bisher größten ihrer Art, sollte nach Ansicht von Nav Kapur vom Centre for Suicide Prävention an der Universität Manchester jedoch nicht überbewertet werden.

Zwei Suizide weniger hätten die statistische Signifikanz aufgehoben, schreibt der Psychiater im Editorial, der gleichwohl glaubt, dass es sich nicht um ein Zufallsergebnis handelt. Auch wenn das CFS organische Ursachen haben sollte, könnten die Einschränkungen im Alltagsleben, die mit der Erkrankung einher gehen, die Psyche der Patienten belasten und den Wunsch nach einem Freitod fördern. © rme/aerzteblatt.de

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Laufs
am Donnerstag, 25. Februar 2016, 13:26

Chronisches Fatigue-Syndrom: Besteht ein höheres Suizidrisiko? Medscape. 25. Feb 2016.

Bei Medscape berichtet man über die Studie ohne die Patienten zu stigmatisieren. Es geht also, wenn man denn will. http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4904617#vp_2
AcademicaVeritas
am Mittwoch, 17. Februar 2016, 14:16

Prof. James C. Coynes Beurteilung der Lancet-Studie

Die hier besprochene Lancet-Studie wurde im Übrigen von einem renommierten amerikanischen Psychologie-Professer, James C. Coyne, Emeritus Professor of Psychology in Psychiatry, in einem seiner Blogs einer kritischen Bewertung unterzogen:

https://jcoynester.wordpress.com/2016/02/16/bad-stats-non-sequitur-conclusions-in-lancet-chronic-fatigue-syndromesuicide-study/

Sein vernichtendes Urteil zur Studie:

„Schlechte Statistiken – unlogisches Schlussfolgerungen“
=> “embarrassingly bad science“

In Coynes Artikel wird auch erklärt, warum die in der Lancet-Studie verwendeten „Oxford-Kriterien“ nicht zur Auswahl von einer Patienten-Kohorte geeignet ist, die an der neuro-immunologischen Erkrankung CFS/ME (G93.3) leiden. Dies ist derzeit nur anhand der „Kanadischen oder der Internationalen Konsenskriterien“ möglich.

Ich bitte den werten Verfasser des Artikels im Ärzteblatt, rme, sich doch einmal mit den in Prof. Coynes Blog angeführten Kritikpunkten auseinanderzusetzen.
Katharina Voss
am Freitag, 12. Februar 2016, 20:55

@Practicus

Vielen Dank für den Hinweis, Practicus! Im Gegensatz zu den meisten Ihrer (?) Disziplin bin ich äußerst lernbereit. Das ändert aber nichts Grundlegendes an meiner kritischen Analyse der Studie.

Und schade, dass Ihnen nicht mehr zu meinem Kommentar einfällt, als diese herablassende Kritik an meiner mangelnden Fachsprachenkenntnis.
Practicus
am Freitag, 12. Februar 2016, 19:03

@Katharina Voss

Vorsicht Sprachfalle!
"had a lifetime diagnosis of depression" bedeutet nicht "Diagnose einer lebenslangen Depression", sondern schlicht und ergreifend "haben (mindestens) einmal im Leben eine Depressionsdiagnose erhalten"...bzw. "hatten eine Depression in der Vorgeschichte"
Also bitte etwas Zurückhaltung bei der Beurteilung englischsprachiger Studien, wenn die fachsprachlichen "Basics" fehlen!
Katharina Voss
am Freitag, 12. Februar 2016, 18:17

Denn sie wissen nicht, was sie tun ...


... kann man nur inständig hoffen, wenn man sich die tendenziöse Berichterstattung des Deutschen Ärzteblatts in Bezug auf die schwere neuroimmunologische Krankheit "ME/CFS" anschaut. Weil das Ärzteblatt die psychogene Verursachungshypothese zu bevorzugen scheint, werden überwiegend Studien von Psychiatern wie diese hier vorgestellt. Wird einmal eine Studie zu organischen Anomalien vorgestellt wie im Ärzteblattartikel "Chronisches Erschöpfungssyndrom: Studie findet frühe „Immunsignatur“", wird gleich die psychiatrische Gegenseite mit ihren Vorbehalten zitiert, in diesem Fall Peter White von der britischen Wessely-School. (Diese Psychiater-Truppe, inklusive ihres namensgebenden Kopfes Simon Wessely, zeichnet auch für die aktuelle Mortalitätsstudie verantwortlich.)

Unvoreingenommene Berichterstattung sieht jedoch anders aus.

Getaggt ist der aktuelle Artikel mit "Burnout/Stress" und "Suizid" und ist damit mal wieder in der Psychoabteilung gelandet, obwohl es sich laut Einordnung und über 6000 Publikationen der biomedizinischen Wissenschaft um eine organische Krankheit handelt. Ein weiteres redaktionelles Mittel dieser tendenziösen Berichterstattung ist die Auslassung von entscheidenden Details. Das "chronische(n) Erschöpfungssyndrom" gehe einher mit "einem oft plötzlichen Beginn", schreibt der Autor, lässt dabei aber die Information unter den Tisch fallen, dass es in 75,6% der Fälle viral ausgelöst wird. [Carruthers et al., 2012] Von der WHO-Einordnung als neurologische Krankheit ist ohnehin in diesem Blatt nie die Rede - wahrscheinlich fühlt man sich über die WHO-Klassifikation erhaben, obwohl alle Ärzte an die Klassifikation des ICD gebunden sind. Es sind im Übrigen auch nicht nur die Patienten, die von einer organpathologischen Krankheit ausgehen, wie es uns der Artikel glauben machen will, sondern auch zahllose Ärzte und internationale Wissenschaftler von Weltrang wie etwa Ron Davis, José Montoya, Ian Lipkin, Francis Ruscetti, Jonathan C.W. Edwards, Vincent R. Racaniello, Michael VanElzakker, Sonya Marshall-Gradisnik, Mark und Marcie Zinn usw.

Nun zur Analyse der Studie: Wurden überhaupt die Daten von ME/CFS-Patienten ausgewertet? Höchst unwahrscheinlich, denn man legte die extrem weitgefassten Oxford-Kriterien zugrunde, die keine typischen klinischen Hinweise auf eine körperliche Erkrankung erlauben sowie keine organischen Hirnveränderungen, die jedoch in bildgebenden Verfahren immer wieder bei ME-Kranken gefunden wurden. Auch Patienten mit neurologischen Symptomen schließt die Oxford-Definition aus. Ein Witz bei einer Krankheit, die unter den neurologischen eingeordnet ist, nicht wahr? Affektive Störungen wie eine majore Depression und Angsterkrankungen bilden hingegen kein Ausschlusskriterium für die Oxford-Definition. Aber es wurden auch Daten von Patienten, die die Fukuda-Definition erfüllten, ausgewertet, allerdings nur dann, wenn sie die psychiatrischen und somatoformen Ausschlusskriterien der Fukuda-Definition NICHT erfüllten.

Ergo hat man kaum oder gar keine Daten von ME/CFS-Patienten erfasst, sondern überwiegend die von Depressiven, Angsterkrankten, chronisch Müden und Erschöpften usw., die jedoch nicht an ME/CFS leiden.

Von den 2147 Fällen, die angeblich an "CFS" erkrankt sein sollten, starben 17, davon 5 durch eigene Hand. Statistisch gesehen zwei mehr als durchschnittlich in der Gesamtbevölkerung. ("This is the first study to show a specific increased risk of suicide in a population of patients with chronic fatigue syndrome compared with the general population; however, if there had been two fewer deaths by suicide, this risk would not be significantly increased.")
Allerdings litten 2 der 5 Patienten, die sich das Leben nahmen, unter einer bereits lebenslang anhaltenden Depression. ("Four (26%) of 17 patients who died had a lifetime diagnosis of depression, for two of whom the cause of death was suicide.")

Bezieht man diese Tatsache mit ein, muss man das Ergebnis dieser Studie, dass Patienten mit (angeblichem) "CFS" suizidgefährdeter als die Allgemeinbevölkerung seien, völlig anders bewerten als die Autoren es tun. Denn in diesen zwei Fällen war mutmaßlich die Depression Auslöser des Suizids, nicht aber die "CFS"-Erkrankung. Und dadurch wird die von den Autoren vermeintlich gefundene statistische Signifikanz wieder aufgehoben.

Hätte man wirklich Forschung zu den Todesursachen von ME/CFS-Kranken betreiben wollen, wäre man sogar fündig geworden. Denn nach einer Studie des amerikanischen Psychiaters Prof. Leonard Jason, der die Todesursachen verstorbener ME/CFS-Patienten analysierte, stehen Suizid mit 20%, Herzversagen mit ebenfalls 20%, Krebs mit 19% und Komplikationen durch ME/CFS (wie z.B. lebensgefährliche Infektionen, Medikamentenunverträglichkeiten etc.) mit immerhin noch 11% an der Spitze der Todesursachen. Auch das durchschnittliche Sterbealter ME/CFS-Kranker liegt beträchtlich unter dem der Allgemeinbevölkerung. [Jason et al., 2005]

Es ist vor allem die Wessely School, die schuld an der erhöhten Suizidrate ist, nämlich mit ihrem weltweiten Psychopathologisierungs-Feldzug gegen eine genuin organische Krankheit. Denn der hat die biomedizinische Erforschung der Krankheit blockiert und dazu geführt, dass die Patienten medizinisch unterversorgt, finanziell ruiniert und sozial ausgegrenzt sind und dass es bislang keine angemessene und effektive Behandlung gibt.

Mit der unkritischen Übernahme der Sichtweise der Wessely School und dem unreflektierten Nachbeten von deren Glaubenssätzen, die durch keine seriöse Wissenschaft belegt sind, trägt auch das Deutsche Ärzteblatt zur Verschärfung des Leids der ME/CFS-Kranken in unserem Land bei. Die Fokussierung auf eine psychogene Verursachung führt dazu, dass den Patienten falsche psychiatrische Behandlungsempfehlungen gegeben werden wie etwa Graded Exercise Therapy und Cognitive Behaviour Therapy, die bei ME/CFS-Patienten zu dauerhafter Bettlägerig- und Pflegebedürftigkeit führen können. Die höchst unwissenschaftliche Krankheitsverursachungstheorie der Wessely School, deren Wurzeln im 19. Jahrhundert zu finden sind, hat auch in unserem Land viele psychiatrische Zwangseinweisungen zur Folge - im Extremfall mit furchtbaren Ergebnissen wie z.B. auch bei der schwerkranken dänischen ME-Patientin Karina Hansen, die heute - auf den Tag genau - vor drei Jahren von 5 Polizisten, 2 Ärzten, 2 Sozialarbeitern und mit Hilfe eines Schlüsseldienstes gewaltsam aus ihrem Elternhaus abtransportiert wurde und seither aller Menschenrechte beraubt in psychiatrischer Gefangenschaft gehalten wird. Nach mehr als eineinhalb Jahren psychiatrischer Behandlung mit Graded Exercise Therapie, Kognitiver Verhaltenstherapie und psychotropen Substanzen wurde Hansen in eine Einrichtung für Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung abgeschoben. Die psychiatrische Falschbehandlung hat offensichtlich bleibende Schäden hinterlassen, denn Berichten zufolge sitzt Karina jetzt dünn und blass im Rollstuhl, unfähig einen Satz zu sprechen oder gar zu Konversation, schneidet Gesichtsgrimassen und murmelt mit sich selbst. (http://meversuscfs.blogspot.de/2015_10_18_archive.html)

Denn sie wissen nicht, was sie tun ... Das will ich gerne glauben. Aber inzwischen gibt es genügend ergiebige und seriöse Informationsquellen zu ME/CFS, die einen von der Brille des Psychiaters nicht getrübten Blick auf die Krankheit vermitteln. Wann darf man endlich hoffen, dass auch das Deutsche Ärzteblatt sich ernsthaft mit der Krankheit auseinandersetzt und die Desinformationspolitik der Wessely School Geschichte werden lässt?

Denn wenn die Autoren des Deutschen Ärzteblatts so weitermachen wie bisher, werden die Erkenntnisse der biomedizinischen Forschung zu "ME/CFS" ihre Artikel in nicht allzu ferner Zukunft zu Makulatur machen.
Laufs
am Donnerstag, 11. Februar 2016, 15:21

Bösartige Verdrehung der Tatsachen

Gerade las ich noch in einer aktuellen Studie, dass in der neurologischen Abteilung des Universitätskrankenhauses Haukeland in einem Beobachtungszeitraum von fünf Jahren bei nur 4 % der ME/CFS-Patienten eine begleitende mentale Erkrankung diagnostiziert wurde da kommt mir dieser unsägliche Artikel unter, in dem einmal mehr das Bild von armen Irren heraufbeschworen wird, deren eigentliches Problem angeblich darin bestehe, dass sie sich bloß nicht helfen lassen wollen. Was für eine bösartige Verdrehung der Tatsachen. Dass etwa die Charité ME/CFS als eine oft schwer verlaufende Erkrankung bezeichnet, das Institute of Medicine von einer ernsthaften, chronischen, vielschichtigen und multisystemischen Krankheit spricht, die dringend verstärkter Forschungsanstrengungen bedarf, davon will man beim Ärzteblatt offenbar rein gar nichts wissen.
Was die Studie betrifft: die erhöhte Suizidalität lässt sich keineswegs mit einer "psychiatrischen (Ko)-Morbidität" erklären, sondern stattdessen mit der auswegslosen Perspektive von Menschen, die unheilbar krank sind, dauerhaft oft schwer leiden und dabei nicht selten von denen allein gelassen werden, von denen sie sich Hilfe erhofft haben, nämlich von Ärzten.
Das Ärzteblatt möchte mit seiner verqueren Art der Berichterstattung wohl darauf hinwirken, dass sich an der prekären Lage dieser Patienten auch künftig nichts verbessert.
FirstDoNoHarm
am Donnerstag, 11. Februar 2016, 09:22

Weiterführende Lektüre:

Der Guide for Clinicians des Institute of Medicine.

Auszüge: "ME/CFS (SEID) is a serious, chronic, and systemic disease that frequently and dramatically limits the activities of affected patients."

" The average age of onset is 33, although ME/CFS has been reported in patients younger than age 10 and older than age 70.
• At least one-quarter of ME/CFS patients are bed- or house-bound at some point in their illness.
• ME/CFS patients experience loss of productivity and high medical costs that contribute to a total economic burden of $17 to $24 billion annually.
• Several studies have shown that the term “chronic fatigue syndrome” affects patients’ perceptions of their illness as well as the reactions of others, including medical personnel, family members, and colleagues. This label can trivialize the seriousness of the condition and promote misunderstanding of the illness.
• The IOM committee recommends a new name to replace ME/CFS: systemic exertion intolerance disease (SEID). This name captures a central characteristic of the disease—the fact that exertion of any sort (physical, cognitive, or emotional)—can adversely affect patients in multiple organ systems."

Quelle: http://iom.nationalacademies.org/~/media/Files/Report%20Files/2015/MECFS/MECFScliniciansguide.pdf


FirstDoNoHarm
am Donnerstag, 11. Februar 2016, 09:03

Ärzteblatt und einseitige Berichterstattung zu ME/CFS

Jeden Monat erscheinen, vor allem aus dem US-amerikanischen Raum, neue Forschungsergebnisse (Stanford, Columbia, Charité), welche die organische Genese von ME/CFS zunehmend belegen und dokumentieren. Leider fehlt Ärzteblatt-Autor "rme" offensichtlich eine journalistische Objektivität zum Thema, scheint doch in jedem seiner Artikel eine deutliche Tendenz zur psychischen Genese des CFS durch. Nicht zuletzt diese Weigerung, eine organische Beteiligung zumindest bei einem Teil der Patienten in Betracht zu ziehen, erhöht das Stigma und die Hilflosigkeit bei Patienten, für die es noch immer keine wirksame Therapie gibt.

Ich wünsche mir vom Ärzteblatt eine ausgewogenere Berichterstattung zum Thema ohne persönliche Färbung, gerne auch zur Abwechslung durch einen anderen Kollegen, wenn dieser sich dazu nicht in der Lage fühlt.
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