Ärzteschaft

Mehr als 750.000 Patienten im ärztlichen Bereitschaftsdienst in Westfalen-Lippe

Donnerstag, 11. Februar 2016

Dortmund – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe betreibt im Augenblick 63 allgemeinmedizinische und 19 kinderärztliche Notfalldienstpraxen. 2015 sind darin rund 752.000 Patienten behandelt worden. Diese Zahlen gab die KV jetzt bekannt.

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Für immobile Patienten gibt es darüber hinaus einen landesweiten Fahrdienst. Ärzte in Westfalen-Lippe haben 2015 in ihrem Bereitschaftsdienst rund 83.000 Hausbesuche absolviert. Die KV kooperiert dabei seit fünf Jahren mit der Johanniter-Unfall-Hilfe: Benötigt ein immobiler Patient außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten ambulante medizinische Hilfe, so fährt ein Fahrer der Johanniter den für den Hausbesuch eingeteilten Arzt zum Einsatzort.

„Damit die Ärzte im Hausbesuchsdienst ausgeruhter beim Patienten ankommen, haben wir uns im Rahmen unserer Notfalldienstreform 2011 entschlossen, die für Haus­besuche eingeteilten Kollegen zu entlasten, indem wir sie mit einem externen Fahrdienst zu ihren Einsätzen fahren“, berichtet Gerhard Nordmann, zweiter Vorsitzender der KV.

Er betonte, die KV habe die Entscheidung für die Johanniter-Unfall-Hilfe nicht bereut: Es seien viele eingespielte Teams entstanden, die sich gegenseitig schätzten und unterstützten. So begleiteten die Johanniter die Ärzte auf Wunsch nachts auf ihrem Fußweg zum Patienten und nähmen ihnen einen Teil ihrer organisatorischen Aufgaben ab.

„Durch die Kooperation mit der KV konnten wir Johanniter mehr als 300 Arbeitsplätze schaffen. Dabei haben wir bewusst auch älteren Arbeitnehmern eine neue Chance gegeben, die es auf dem Arbeitsmarkt sonst schwer haben“, sagte Magnus Memmeler, NRW-Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe.  © hil/aerzteblatt.de

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