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Krankenkassen finanzieren Präventionskonzept für Kinder aus suchtbelasteten Familien

Montag, 15. Februar 2016

Berlin – Auf die Bedeutung und die Chancen der Prävention von Kindern aus Sucht­familien hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortlier (CSU) hingewiesen. „Lange Zeit wurde diese Gruppe in der Prävention vernachlässigt. Leider, denn mit der richtigen Art von Unterstützung können sich auch diese Kinder zu ganz normalen gesunden und lebenstüchtigen Erwachsenen entwickeln“, sagte sie anlässlich der Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien.

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Mortler teilte mit, dass die gesetzlichen Krankenkassen jetzt das Präventionsprogramm „Trampolin – Kinder aus suchtbelasteten Familien entdecken ihre Stärken“ unterstützen können. „Dies soll für uns ein Anreiz sein, noch mehr für Kinder aus suchtbelasteten Familien zu tun“, sagte sie.

Das Konzept „Trampolin“ haben das Deutsche Institut für Sucht und Präventions­forschung an der Katholischen Hochschule Köln und das Deutsche Zentrum für Sucht­​fragen des Kindes und Jugendalters am Universitätsklinikum Eppendorf entwickelt. Das Gruppenprogramm richtet sich an Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Es soll die psychische Belastung teilnehmender Kinder reduzieren und ihre Handlungs­kompetenz im Sinne einer langfristigen Resilienz stärken.

Die Zentrale Prüfstelle Prävention hat das Konzept zertifiziert. Deshalb können die Kosten nun grundsätzlich von den Krankenkassen getragen werden, die sich der zentralen Prüfstelle angeschlossen haben, soweit zertifizierte Trainer das Programm anbieten. © hil/aerzteblatt.de

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