Medizin

Fibro­myalgie-Syndrom: Akupunktur lindert Schmerzen

Mittwoch, 17. Februar 2016

Sevilla – Eine wöchentliche Akupunktur hat in einer randomisierten Studie die Beschwer­den von Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom gelindert. Der Effekt war laut der Publikation in Acupuncture in Medicine (2015; doi: 10.1136/acupmed-2015-010950) bei einer echten Akupunktur besser als bei einer Scheinbehandlung, bei der die Nadeln nicht durch die Haut gestochen wurden.

An der Studie nahmen 164 erwachsene Patienten teil. Sie erfüllten die Kriterien des American College of Rheumatology von 2011, die sich international zur Diagnose des Fibromyalgie-Syndroms durchgesetzt haben, das weder in Laborwerten noch in bildgebenden Verfahren zu Auffälligkeit führt, das aber dennoch bei den Patienten einen hohen Leidensdruck auslöst.

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In der Studie entwarf ein erfahrener Akupunkteur für jeden Patienten einen individuellen Behandlungsplan. Die Nadeln wurden jedoch nur bei jedem zweiten Patienten durch die Haut gestochen. Bei den anderen waren die Nadeln, die sich unsichtbar für Ärzte und Akupunkteur in Plastikröhrchen befanden, stumpf. Die Patienten wussten, dass sie an einer placebokontrollierten Studie teilnahmen. Am Ende waren 75 Prozent überzeugt, dass sie eine echte Akupunktur erhalten hatten.

Vorgesehen waren insgesamt neun Sitzungen von 20 Minuten Dauer im wöchentlichen Turnus. In der zehnten Woche wurden die Patienten erneut nach ihren Beschwerden befragt. Primärer Endpunkt war die Schmerzintensität, die die Patienten auf einer 100-Millimeter-Analogskala angaben. Wie Jorge Vas und Mitarbeiter vom Doňa Mercedes Primary Health Centre in Sevilla berichten, waren beide Therapien, die echte und die „falsche“ Akupunktur wirksam.

Die Schmerzintensität hatte sich nach der echten Akupunktur um 41 Prozent und nach der simulierten Akupunktur um 27 Prozent gebessert. Den Patienten ging es auch bei zwei Nachuntersuchungen nach sechs und zwölf Monaten noch besser als vor dem Start der Behandlung. Bei der letzten Untersuchung war allerdings die Verordnung von Antidepressiva, die den Patienten neben der Akupunktur angeboten wurden, angestiegen, was laut Vas einen Teil des Therapieeffekts erklären könnte.

Auch im Fibromyalgia Impact Questionnaire (FIQ), der die Symptome der Erkrankung abfragt, erzielte die echte Akupunktur etwas bessere Ergebnisse. Nach zehn Wochen hatte sich der FIQ um 35 Prozent gegenüber 24,5 Prozent nach der Schein-Akupunktur gebessert. Nach sechs Monaten waren die Werte um 25 Prozent beziehungsweise 11 Prozent und nach zwölf Monaten um 22 Prozent gegenüber 5 Prozent besser als vor Beginn der Studie. Auch dies zeigt, dass die Akupunktur die Erkrankung nicht heilen, wohl aber die Beschwerden lindern kann. Vas beurteilt die Effektstärke nach Cohen als leicht bis mittelstark. Wunder sollten die Betroffenen von der Behandlung nicht erhoffen.

Die Behandlung war jedoch risikofrei und nebenwirkungsarm und sie könnte für die Patienten auf Dauer einen Gewinn an Lebensqualität mit sich bringen. Eine Stärke besteht laut Vas darin, dass die Behandlung auf jeden einzelnen Patienten zugeschnitten ist. Dies könnte jedoch die Übertragbarkeit auf andere Zentren oder Länder einschränken, da der Erfolg sehr stark von den Fähigkeiten der Akupunkteure abhängt. © rme/aerzteblatt.de

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Foristi
am Dienstag, 5. Juli 2016, 23:13

Keine Besserung durch Akupunktur.

Ich habe seit vielen Jahren Fibromyalgie die leider erst vor vier Jahren Diagnostiziert wurde.
Ich habe 4x 10 Akupunkturbehandlungen bekommen von einem
Spezialisten (Orthopäde),der ein Jahr in Japan gelernt hat.
Leider bei mir ohne Erfolg.
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