Politik

Einigung über Vergütung von stationären Leistungen in Bayern

Mittwoch, 17. Februar 2016

München – Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) und die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) haben sich auf einen neuen landes­weiten Basisfallwert – und damit auf die Vergütung der Krankenhaus­behand­lungen – verständigt. Die Einigung kam nach Angaben beider Seiten erst nach „einer außer­gewöhnlich schwierigen Verhandlungsrunde“ zustande.

Anzeige

Der landesweite Basisfallwert ist die Stellschraube für den größten Ausgabeposten der Krankenkassen. Auf Klinikseite entscheidet er über den weitaus größten Teil der Erlöse. Im Fallpauschalensystem bestimmt der Basisfallwert den Preis für eine Krankenhaus­behandlung mit durchschnittlichem Aufwand. Je nach Schwierigkeitsgrad der Behand­lung wird der Wert mit einem Faktor multipliziert, der dann den Rechnungsbetrag ergibt. So beträgt zum Beispiel der Faktor für die komplikationslose Entbindung rund 0,5. Für einen schwerstverletzten Patienten mit wochenlanger Intensivbehandlung und Beatmung kann dieser Wert bis zu 60 betragen.

Den Kompromiss bezeichnen beide Seiten als „problematisch, aber gerade noch annehmbar“. Für die stationäre Behandlung von rund drei Millionen Patienten in den Kliniken Bayerns stehen danach über zehn Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Kliniken müssen nun mit den Krankenkassen vor Ort vereinbaren, welche und wie viele stationäre Behandlungen sie im kommenden Jahr voraussichtlich erbringen und mit dem landesweiten Basisfallwert abrechnen werden. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

20.07.16
München – Der Ministerrat in Bayern hat gestern das Startsignal für 22 neue Bauvorhaben an bayerischen Krankenhäusern gegeben. Das Gesamtfördervolumen beläuft sich auf rund 349 Millionen Euro, wie das......
15.07.16
Augsburg – Die künftige Augsburger Universitätsklinik erhält für 106 Millionen Euro ein neues Intensivzentrum. Der Grundstein für den Anbau des bislang noch von Stadt und Landkreis Augsburg getragenen......
13.07.16
München – Erst gestern hat das bayerische Kabinett beschlossen, im Freistaat keine verpflichtende Pflegekammer zu gründen, sondern eine Interessenvertretung „Vereinigung der bayerischen Pflege“ ins......
12.07.16
Bayern: Kabinett beschließt neue Vereinigung für Pflegekräfte
München – Nach jahrelangem Hickhack haben die Pflegekräfte im Freistaat nun eine neue Interessenvertretung. Das Kabinett beschloss heute die Einrichtung einer sogenannten „Vereinigung der bayerischen......
11.07.16
Bad Staffelstein – Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat ihr Ziel bekräftigt, im ganzen Freistaat Krisendienste für Menschen in psychischen Notsituationen zu schaffen. Das betonte sie......
27.06.16
Potsdam – Der Vorstandsvorsitzende der Sana Kliniken AG hat den geplanten Umbau des DRG-Systems kritisiert. „Wenn wir jetzt Vorgaben dazu bekommen, wie viel Pflegepersonal wir einstellen müssen, mache......
24.06.16
Risikostruktur­ausgleich: Bayern fordert erneut Regionalkomponente
Berlin – Bayern dringt weiter auf eine Korrektur des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA). Mit einem neuen, zweiten Gutachten zum Thema bekräftigte Gesundheitsministerin......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige