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Dresdener Chirurgen vermeiden bei Schilddrüsen-OP sichtbaren Hautschnitt

Donnerstag, 18. Februar 2016

Dresden – Auf eine neue Methode für Schilddrüsen-OPs namens „Axillo Bilateral Breast Approach“ (ABBA) weist die Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden hin. Die Methode kommt ohne den sonst üblichen queren Schnitt in der Halsregion aus. Die Chirurgen erreichen die Schilddrüse, indem sie speziell für Schlüssellochchirurgie hergestellte Operations­instrumente über den Brustbereich und die Achsel einführen und unterhalb der Hautschicht bis zu dem Organ bewegen.

Sogenannte kalte Knoten der Schilddrüse werden in der Regel chirurgisch entfernt – ein Routineeingriff, den auch die Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie jährlich mehr als 100 Mal pro Jahr vornimmt. „Da wir bundesweit zu den führenden Zentren der minimal-invasiven Chirurgie gehören, sind wir sehr daran interessiert, die Bandbreite unserer Verfahren und der sogenannten Schlüssellochchirurgie stetig auszubauen“, sagt der Klinikdirektor Jürgen Weitz.

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Zusammen mit der Oberärztin Sandra Leike hat er daher zunächst mehrere OP-Kurse unter anderem bei Martin Strik absolviert. Strik, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und onkologische Chirurgie und Leiter des Darmzentrums der Helios Klinik Berlin-Buch, gilt als deutscher Pionier der ABBA-Methode. Nach dieser Phase des Lernens haben die Oberärztin und der Klinikdirektor Anfang Februar erstmals eine Patientin mit der ABBA-Methode operiert.

Leike betont, dass es bei dem Verfahren nicht allein um Kosmetik gehe: Dank der Videokamera, die zu den OP-Instrumenten gehöre, sehe sie das zu operierende Gebiet in mehrfacher Vergrößerung auf einem Bildschirm. „Damit können wir noch genauer sehen, wo zum Beispiel die Nerven in Richtung der Stimmlippen verlaufen. Sie sollten auf keinen Fall verletzt werden“, betont die Oberärztin. © hil/aerzteblatt.de

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