Politik

Allergikern droht lange Pollensaison

Montag, 22. Februar 2016

Berlin – Wegen der milden Witterung hat die Heuschnupfensaison für Allergiker in diesem Jahr schon begonnen. Die Pollen der frühblühenden Bäume Haselnuss und Erle werden bereits in der Luft gemessen. Darauf weist die Stiftung Deutscher Polleninfor­mations­dienst (PID) hin. Die Hinweise des Dienstes beruhen auf der Wettersituation der vergangenen Monate, der voraussehbaren Wetterlage und auf der Grundlage des Pollenflugs der vergangenen 15 Jahre.

Nach Einschätzung des PID wird die Belastung durch Birkenpollen in vielen Regionen Deutschlands deutlich stärker als in 2015 ausfallen. Zudem steige die Konzentration an Gräserpollen in Deutschland wie auch in anderen europäischen Ländern. Die allergischen Beschwerden durch diese Pollen könnten 2016 stärker sein als im vergangenen Jahr.

Anzeige

„Die ermittelten Zeiten für den Pollenflug helfen Allergikern, sich rechtzeitig auf die Belastung einzustellen“, erläutert Karl-Christian Bergmann, Leiter des PID und Experte der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF). Falls sich bei Menschen, die bisher keinen Heuschnupfen hatten, während dieser Zeit die Beschwerden häufen, sollten sie einen Arzt konsultieren und einen Allergietest machen.

Patienten mit bekannter Allergie rät Bergmann, rechtzeitig einen Allergologen aufzusuchen. „So haben Sie rechtzeitig Ihre entsprechenden Medikamente zur Hand. Zudem können andere Behandlungsmethoden, zum Beispiel eine Kurzzeit-Immuntherapie, besprochen werden“, erläutert er.

Allergiker finden auf der Webseite der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst Daten zum Pollenflug der vergangenen Jahre, einen aktuelle Pollenflugkalender und die aktuelle Pollenflugvorhersage. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

16.09.16
München – Wie stark der Körper bei Lebensmittelallergien reagiert, ist unter anderem abhängig von Darmbakterien. Noch nicht publizierte Studienergebnisse dazu stellten Forscher der Technischen......
14.09.16
San Francisco – Eine Stuhlprobe aus der Windel eines einen Monat alten Säuglings könnte in Zukunft verraten, ob das Kind im Alter von vier Jahren an einer Atopie oder einem allergischen Asthma......
29.08.16
Reaktion auf Hausstaubmilben hängt vom Alter ab
Neuherberg – Bei erwachsenen Hausstaubmilben-Allergikern führt eine Kaskade von Entzündungssignalen zu einem krankhaften Umbau der Atemwegsstruktur, dem sogenannten Airway Remodeling. Dieser Prozess......
25.08.16
Personalisierte Hyposensibilisierung gegen Wespengift
Neuherberg – Mit einem neuen Testverfahren konnten Forscher des Helmholtz Zentrums München exakt das Wespengift bestimmen, gegen das Allergiker reagieren. Mit diesem Wissen ersparen sie den Betroffen,......
22.08.16
Atopie: Daumenlutschen und Nägelkauen wirken am besten in Kombination
Dunedin/Hamilton – Bei Kindern, die am Daumen lutschen oder Nägel kauen, konnten Forscher seltener eine Sensibilisierung gegen Allergene nachweisen, auch noch im Erwachsenenalter. Das zeigt eine......
06.07.16
Bayern verstärkt Kampf gegen Allergiepflanze Ambrosia
Uttenreuth – Bayern verstärkt den Kampf gegen die Allergiepflanze Ambrosia. Zum Auftakt der diesjährigen Bekämpfungsaktion rief die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) die Bürger dazu......
29.06.16
Bleichmittel im Haushalt erhöht intrinsisches Asthma-Risiko
Frauen, die mindestens vier mal pro Woche Bleiche im Haushalt anwenden, haben ein höheres Risiko für nicht-allergisches Asthma, als jene, die nicht damit putzen. Das sogenannte intrinische Asthma......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige