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Behandlung im Ausland immer beliebter

Dienstag, 23. Februar 2016

Bad Honnef – Immer mehr Deutsche sind bereit, für medizinische Behandlungen ins Ausland zu reisen. Das berichtet die Internationalen Hochschule Bad Honnef – Bonn (IUBH) auf der Basis einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung durch das Marktforschungsinstitut YouGov. Danach können 55 Prozent der Deutschen sich vorstellen, sich im Ausland medizinisch behandeln zu lassen. Bei der Vorgängerstudie zum Medizintourismus aus dem Jahr 2012 lag die Bereitschaft für Ausland­behand­lungen noch drei Prozentpunkte niedriger.

Hauptgrund für den Arztbesuch im Ausland sind die günstigeren Kosten (53 Prozent). Weitere wichtige Gründe sind laut der Befragung: die Möglichkeit, eine Urlaubsreise mit dem Arztbesuch zu verbinden, und Verfahren zu nutzen, die in Deutschland nicht durchgeführt würden. Ein deutlicher Anstieg zeigt sich bei der Bereitschaft, Arztbesuch und Urlaubsreise zu kombinieren: Knapp ein Drittel der Deutschen (31 Prozent) gegenüber 26 Prozent in 2012 gibt dies als Grund an. „Der Reisemarkt muss sich auf dieses wachsende Interesse am Medizintourismus einstellen und transparente Angebote für die Verbraucher schaffen“, sagte Helmut Wachowiak, Professor für Tourismusmanagement an der IUBH und Leiter der Studie.

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In der aktuellen Befragung wurde erstmals untersucht, wie die Medizin-Touristen eine Behandlung im Ausland organisieren würden und ob bereits eine Auslandsreise mit medizinischem Hintergrund stattgefunden hat. Danach haben bislang fünf Prozent der Deutschen bereits eine medizinische Behandlung im Ausland durchführen lassen.

Die beliebtesten Auslandsbehandlungen sind wie schon 2012 Reha-Maßnahmen und Kur- Aufenthalte (36 Prozent) sowie Zahn- (30 Prozent) und Augenbehandlungen (14 Prozent). Männer sind dem Medizintourismus offenbar etwas stärker zugeneigt: 59 Prozent können sich vorstellen, medizinische Behandlungen im Ausland durchführen zu lassen, gegenüber 52 Prozent der Frauen. © hil/aerzteblatt.de

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Widerstand
am Mittwoch, 24. Februar 2016, 13:32

55 Prozent... können sich vorstellen...

... sich im Ausland medizinisch behandeln zu lassen.
Ist ja schön für jene, die es sich leisten können. Fehlt noch die Frage: Wieviel von den 55% sind Teilnehmer des Todesprogramms Hartz4?
Ich würde auch gern ins Ausland gehen, denn als Infarktpatient mit anschließender KHK Diagnose muss ich bis zu 8 (ACHT) Monate auf einen Termin beim Kardiologen warten. Mann sollte ein Buch schreiben: Wie stirbt man arm in Deutschland?.
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