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Knapp 15 Prozent der Patienten sind bei Herzoperationen 80 Jahre und älter

Donnerstag, 25. Februar 2016

Berlin – Die Zahl der Herzoperationen ist im vergangenen Jahr stabil geblieben. Aber die Patienten werden immer älter. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG). Genau 128.175 Operationen am Herzen haben die rund 930 in Deutschland tätigen Herzchirurgen im Jahr 2015 durchgeführt. Im Jahr 2014 waren es 128.546 herzchirurgische Eingriffe.

Trotz des von Jahr zu Jahr steigenden Alters der Patienten in den herzchirurgischen Fachabteilungen – 14,8 Prozent der Patienten waren im vergangenen Jahr 80 Jahre und älter – und der damit einhergehenden Zunahme von Patienten mit Begleit-erkrankungen, blieben die Krankenhaus-Überlebensraten in den jeweiligen Eingriffskategorien laut der DGTHG durchweg stabil.

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Ein leichter Rückgang war gegenüber 2014 in der Kategorie der isolierten koronaren Bypass-Operation und der Bypass-Operationen mit gleichzeitiger Durchführung eines weiteren herzchirurgischen Eingriffs zu verzeichnen. So veränderte sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr von 53.805 (2014) auf 51.941 (2015). „Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass die koronare Herzkrankheit in steigendem Maße durch eine Katheterintervention mit Einsetzen eines Stents behandelt wird“, hieß es aus der Fachgesellschaft.

Im Gegensatz zu den koronaren Bypass-Operationen stieg die Zahl der Eingriffe bei Patienten mit erworbenen Defekten der Herzklappen an. Wurden 2014 noch 31.359 Operationen dieser Art gezählt, sind es im vergangenen Jahr bereits 32.346 gewesen – eine Steigerung von rund drei Prozent.

Die DGTHG analysierte auch die Zahl und Verteilung der Zentren in Deutschland. „Die 78 Fachabteilungen verteilen sich in Abhängigkeit der regionalen Bevölkerungsdichte über die gesamte Bundesrepublik. Angesichts der nachgewiesenen flächendeckenden Versorgung und der aktuellen Behandlungszahlen ist keinerlei Notwendigkeit für die Einrichtung weiterer Fach-abteilungen für Herzchirurgie erkennbar“, sagte Armin Welz, Präsident der DGTHG. © hil/aerzteblatt.de

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