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Arzt wegen Methadon-Abgabe in Untersuchungshaft

Donnerstag, 3. März 2016

Goslar/Braunschweig – Wegen des Verdachts der wiederholten unerlaubten Abgabe von Betäubungsmitteln sitzt ein Arzt aus Goslar in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hält dem niedergelassenen Mediziner vor, bei der sogenannten Substitutions-Behandlung von Drogenabhängigen mit Methadon gegen die strengen Abgabe-Vorschriften verstoßen zu haben. Bei einer Durchsuchung der Praxisräume des Arztes seien belastende Unterlagen sichergestellt worden, sagte die Sprecherin der Behörde, Birgit Seel, am Donnerstag. Die Goslarsche Zeitung hatte berichtet, dass der Arzt daraufhin in Untersuchungshaft genommen wurde.

„Der Mediziner wurde am 27. Februar festgenommen“, sagte Seel. Der Haftbefehl sei wegen Wiederholungsgefahr erlassen worden. Nach dem bisherigen Erkenntnissen habe der Arzt, zu dessen Identität die Staatsanwaltschaft keine konkreten Angaben machte, über einen längeren Zeitraum hinweg gegen die Vorschriften bei der Abgabe von Methadon verstoßen. Einzelheiten nannte Seel nicht. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. Es müssten noch weitere Unterlagen ausgewertet und Zeugen vernommen werden. © dpa/aerzteblatt.de

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Practicus
am Dienstag, 19. April 2016, 23:58

Wieder mal...

Deutschland ist das einzige Land, in dem Ärzte wegen einer Behandlung nach den Standards der WHO wie gewerbliche Delaer verhaftet und wegen Formalien ruinös verurteilt werden.
Während in Portugal eine einfache Erklärung eine Abhängigen genügt, um anonym und kostenlos eine selbst bestimmte Dosis Methadon zu erhalten und in ganz Europa Ärzte einen ganzen Monatsbedarf verordnen können, werden deutsche Ärzte von profilierungssüchtigen Staatsanwälten angeklagt, wenn sie trotz einer psychiatrisch verordneten Benzodiazepinmedikation weiter Mitnahmeverschreiungen ausstellen.
Ärzte werden gesetzlich verpflichtet, Suchtkranke grundlos zu schikanieren, widersetzen sie sich, werden sie wegen gewerblichen unerlaubten in Verkehr bringen von BtM zu horrenden Strafen verurteilt und gleichzeitig regelmäßig von den Disziplinargerichten ihrer Approbation beraubt.
"Bitte substituieren SIe" - diese Kampagne ist doch Hohn angesichts dieser juristischen Situation
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