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Nierenkranke Kinder benötigen besondere Betreuung

Montag, 7. März 2016

Berlin – Auf die notwendige besondere Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Nierenerkrankungen hat das Kuratorium für Dialyse und Nierentrans­plan­tation hingewiesen (KfH). „Unabhängig vom Grund ihrer Erkrankung benötigen die jungen Patienten eine spezialisierte und über die medizinische Behandlung hinaus­gehende Betreuung. Eine chronische Nierenerkrankung ist immer belastend – und in ganz besonderem Maße für junge Menschen eine große Herausforderung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KfH, Dieter Bach, im Vorfeld des Weltnierentages am 10. März. Der Tag steht 2016 unter dem Motto „Kinder und Nierenkrankheit: Frühzeitiges Handeln zur Prävention“.

Dem Verband zufolge sind in Deutschland mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche wegen einer eingeschränkten Nierenfunktion in Behandlung. Die Erkrankungen sind häufig angeboren oder sie entwickeln sich im Kindheits- oder Jugendalter zum Beispiel durch gehäuft auftretende Entzündungen der Nieren oder durch Autoimmun­erkrankungen. Präventive Maßnahmen haben laut Bach vor allem zum Ziel, ein Fortschreiten der Nierenschädigung beziehungsweise Begleiterkrankungen wie Wachstums- oder Entwicklungsverzögerungen zu verhindern.

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Wichtig sei, dass sich neben den Ärzten auch ein Team aus Kinderkrankenschwestern, Ernährungsberatern, Lehrern, Psychologen und Sozialhelfern um das Wohl der jungen Patienten kümmere.

Auf die Bedeutung einer möglichst frühen Diagnose von Nierenerkrankungen weist die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) hin. „Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche, die mit einer leichtgradigen Nierenfunktionseinschränkung bei den routinemäßigen Gesundheitsuntersuchungen auffallen, zur weiteren Abklärung zu einem Kindernephrologen überwiesen werden. Der kann dann die genaue Diagnose stellen und eine Therapie einleiten“, erklärte Peter Hoyer, Kindernephrologe an der Universitätsklinik Essen und Präsident der Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie (GPN). Erste Warnzeichen solcher Nierenkrankheiten seien Blutkörperchen oder hohe Eiweißmengen im Urin. © hil/aerzteblatt.de

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