Politik

Entscheidungshilfe zum Mammo­graphie-Screening steht zur Kommentierung

Montag, 7. März 2016

Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) eine Entscheidungshilfe und ein Einladungsschreiben für Frauen zum Mammographie-Screening entwickelt. Interessierte Personen und Institutionen können bis zum 5. April 2016 Stellungnahmen dazu abgeben.

Seit 2009 wird die Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchung deutschlandweit ange­boten. Dazu bekommen Frauen im Alter zwischen 50 und 69 alle zwei Jahre eine Einladung und ein Merkblatt.

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Der G-BA hatte das Institut beauftragt, das Patientenmaterial in zwei Stufen zu überarbeiten: Die erste Stufe umfasste die Überarbeitung des Merkblatts und des Einladungsschreibens inklusive eines Nutzertests innerhalb von sechs Monaten. Die neue Version des Merkblatts wird bereits seit Januar 2016 mit den Einladungen zur Mammografie verschickt. Dieses Merkblatt hat das IQWiG jetzt zusammen mit Wissenschaftlern der Universitätsklinik Hamburg zu einer Entscheidungshilfe weiterentwickelt und das Einladungsschreiben entsprechend angepasst.

Dazu haben insgesamt 37 Frauen und sechs weitere Experten das Material in einem ersten qualitativen Test kommentiert. „Daraus bekamen wir wichtige Anregungen, die in die jetzt vorgelegten Fassungen eingeflossen sind“, sagte Klaus Koch, Leiter des IQWiG-Ressorts Gesundheitsinformation. „Dass wir die Erklärung von Überdiagnosen deutlich erweitert haben, geht zum Beispiel auf den klaren Wunsch unserer Testerinnen zurück“, so Koch.

Das Anschreiben ist jetzt deutlicher getrennt in einen kurzen Einladungstext und organisatorische Hinweise für Frauen, die die Untersuchung wahrnehmen wollen, inklusive Terminvorschlag.

Das Merkblatt haben die Wissenschaftler um einen Abschnitt erweitert, der die wichtigsten Aussagen zur Mammografie zusammenfasst und Frauen die Möglichkeit gibt, die Bedeutung der Aspekte für sich zu bewerten. Zudem werden Nutzen und Schaden der Mammografie nun für Frauen im Alter von 50 bis 59 und von 60 bis 69 getrennt dargestellt.

Ziel der Entscheidungshilfe ist es, Frauen beim Abwägen von Nutzen und Schaden des Mammografie-Screenings besser zu unterstützen. Ab April wird das IQWiG die Stellungnahmen zu dem jetzt veröffentlichten Vorbericht sichten. Die aus der Anhörung resultierenden Fassungen werden dann einem weiteren, quantitativen Test mit mindestens 1.000 Teilnehmerinnen unterzogen. © hil/aerzteblatt.de

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Dr.Bayerl
am Dienstag, 8. März 2016, 11:44

pardon, der Rechtschreibefehler war keine Absicht

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Dr.Bayerl
am Dienstag, 8. März 2016, 11:43

Lieber "Mut zur.." ohne Mut zum Nahmen, es geht hier nur um Screening

dazu benötigt man schon eine diagnostische Methode mit einer maximal möglichen SENSITIVITÄT/SPEZIFITÄT, die den "Tastbefund" deutlich übertrifft.
Das ist die Mammograpphie. Die Sonographie ist fürs Screening nicht besser als der Tastbefund.
Einen guten Radiologen müssen Sie schon haben.
Mut zur Wahrheit
am Dienstag, 8. März 2016, 09:52

Das Mammographiescreening

gehört sofort abgeschafft.
Die Befunde sind grauenhaft !
Eine Sonographie wird nicht bezahlt in Deutschland obwohl das bitter nötig wäre-.
Dr.Bayerl
am Montag, 7. März 2016, 22:45

Ziel dieser unmoralischen Wissenschaftler ist es eindeutig, vom screening abzuhalten.

Es geht dabei leider nicht um "für und wider", sondern eindeutig nur um "wider". Wie kann man denn weit und breit, graphik-unterstützt darlegen welches statistische Risiko eine offensichtlich gesunde Frau zu einem einzigen Zeitpunkt in ihrem Leben hat, eine positive Krebsdiagnose zu kommen (0,6%),
OHNE gleichzeitig zu sagen, dass das Lebensrisiko dafür jede 8. Frau trifft???
"Entscheidungshilfe" ist daher üble Heuchelei, das erkennt man auch an etlichen anderen Formulierungen, was die Frau erwartet. Mich würde wirklich interessieren,
ob in diesem Gremium ein einziger Gynäkologe/Chirurg oder Radiologe gesessen hat.
Dass unsere Vorbilder aus USA menschlich (sozial) brutaler sind ist ja nun wirklich nichts neues auch in der Medizin.
Ein Beispiel ist ja auch das dazu passende negative Votum in USA für den lächerlich preiswerten PSA-Test zum Prostata-Ca-Screenig durch ein Gremium, in dem kein einziger Urologe saß.


Dr.Bayerl, Düsseldorf
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