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Universitätsmedizin Rostock etabliert Zentrum für seltene Erkrankungen

Mittwoch, 9. März 2016

Rostock – Die Universitätsmedizin Rostock baut ein Zentrum für seltene Erkrankungen auf. Vorreiter ist die Kinderklinik mit einem Team aus Kinderärzten und Neonatologen, einer Humangenetikerin, einer Kinderradiologin, Kinderchirurgen, einem Kinderneuropsychiater und einem Spezialisten für Neuroregeneration.

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Experten gehen davon aus, dass insgesamt sechs bis achttausend seltene Erkrankungen existieren. In ihrer Summe sind sie nicht selten: Schätzungen zufolge sind etwa vier Millionen Bundesbürger betroffen.

„Wenn ein Patient mit Beschwerden kommt, die sich partout nicht erklären lassen, haben niedergelassene Kollegen kaum eine Chance auf eine vernünftige Diagnose“, begründet Michael Radke, Direktor der Kinderklinik, das Vorhaben. Neben der Bündelung von Kompetenzen in Rostock soll auch ein europaweites Verzeichnis von Zentren und Fachleuten entstehen, um so vielen Patienten wie möglich zur richtigen Diagnostik und Therapie zu verhelfen. Denn für viele Krankheiten gebe es Zentren in Europa, sie seien nur oft wenig bekannt, so Radke. © hil/aerzteblatt.de

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