Ärzteschaft

Bayerische Landesärztekammer erstmals mit über 80.000 Mitgliedern

Donnerstag, 10. März 2016

München – Rund 600 neue Ärzte haben sich in den ersten beiden Monaten 2016 bei der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) angemeldet. Sie ist damit erstmals für mehr als 80.000 Ärzte zuständig.

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„Wir freuen uns, dass immer mehr junge Menschen den Arztberuf ergreifen. Für eine gesicherte Patientenversorgung ist dieser Zuwachs jedoch immer noch zu gering“, sagte Max Kaplan, Präsident der BLÄK.

Mitglieder der Kammer sind alle zur Berufsausübung berechtigten Ärzte, die in Bayern ärztlich tätig sind oder, ohne ärztlich tätig zu sein, in Bayern ihre Hauptwohnung haben – also auch pensionierte Mediziner.

Von den 80.000 Ärzten sind zirka 30.000 im Krankenhaus tätig, 26.000 arbeiten im ambulanten Bereich und 5.000 bei Behörden oder üben eine andere ärztliche Tätigkeit aus.

Die Ärztinnen haben in den vergangenen Jahren deutlich aufgeholt. Mittlerweile sind 45 Prozent der BLÄK-Mitglieder weiblich und 55 Prozent männlich. Ende Februar 2016 waren in Bayern 7.513 ausländische Ärzte gemeldet. Davon arbeiten 5.211 in Krankenhäusern, 650 haben sich niedergelassen und 839 sind in sonstigen Bereichen tätig.

Die BLÄK weist daraufhin, dass die Zahl ihrer Mitglieder keine Aussagen über den Umfang der ärztlichen Tätigkeit macht, zum Beispiel darüber, ob mehr oder weniger Ärzte in Teilzeit arbeiteten. Die Kammer gibt daher in Bezug auf den Ärztemangel keine Entwarnung. „Das leichte Plus reicht nicht aus, um die Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen. Grund dafür sind gesellschaftliche Entwicklungen, wie die Gesellschaft des langen Lebens mit zunehmend multimorbiden Patienten bei gleichzeitig alternativen Lebensentwürfen der jungen Ärztegeneration“, erklärte Kaplan. © hil/aerzteblatt.de

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