Ärzteschaft

Neue Landesregierung soll im Südwesten Gesundheitskarte für Flüchtlinge zügig umsetzen

Freitag, 11. März 2016

Stuttgart – Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat die künftige Landesre­gierung aufgefordert, die Ausgabe der Gesundheitskarte für Asylsuchende und Flüchtlinge endlich in die Tat umzusetzen. Zuletzt hatte die Standesvertretung im Herbst 2015 für eine flächendeckende Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) für Flüchtlinge plädiert. Aus organisatorischen Gründen hatte die grün-rote Landes­regierung die Umsetzung jedoch zunächst auf die Zeit nach den Landtagswahlen verschoben.  

„Die Ärzteschaft in Baden-Württemberg ist überzeugt, dass diese Menschen nach ihrer ärztlichen Erstuntersuchung eine Gesundheitskarte brauchen, damit sie in das Regelsystem der gesundheitlichen Versorgung eingegliedert sind“, unterstricht Kammerpräsident Ulrich Clever mit Verweis auf eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung. Nur so könnten Krankheiten effektiv behandelt und Kosten reduziert werden.

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Zudem plädiert die baden-württembergische Ärzteschaft dafür, den vorgesehenen Aufdruck der Leistungseinschränkung nach dem Asylverfahrens-Beschleunigungsgesetz auf der Karte möglichst nur elektronisch sichtbar zu machen, um Diskriminierungen zu vermeiden. © hil/aerzteblatt.de

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