Ärzteschaft

Anwender vom elektronischen Arztbrief angetan

Mittwoch, 16. März 2016

Berlin – Der elektronische Arztbrief (eArztbrief) ist für Praxen außerordentlich komfor­tabel und nützlich. Das berichtet Thomas Koch, Orthopäde und Geschäftsführer „GesundPlus Netzwerk“ auf KV-on, dem digitalen Webkanal der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Koch hat den eArztbrief in den vergangenen Monaten als Teilnehmer der Feldtests gründlich kennengelernt. Er berichtet von einem „Aha-Erlebnis“ innerhalb seines Ärztenetzes: „Bislang mussten wir alle Dokumente, die von anderen Netzärzten kamen, ausdrucken, durchlesen, einscannen und dann in der elektronischen Patientenakte hinterlegen“, so Koch.

Anzeige

Jetzt komme der Befund in das EDV-System, „der Arzt sieht, dass ein neuer Befund da ist, zu welchem Patient der Befund gehört, und nachdem er ihn entsprechend bearbeitet und gelesen hat, wandert er wie von Geisterhand in die Patientenakte“, erläutert er. Das funktioniere auch, wenn der Absender ein anderes EDV-System habe als der Empfänger.

„Wir mussten zunächst mit dem KV-SafeNet eine Infrastruktur schaffen, die es uns ermöglicht, die Applikation des eArztbriefes aufzusetzen“, erläutert Koch das Verfahren zum Start. Von der Antragsstellung bis zum Einrichten und dann zum Umsetzen des eArztbriefes sei das mittlerweile innerhalb von wenigen Werktagen realisierbar.

Koch betont, die Kosten für die Praxen stünden „in keiner Relation zu den Vorteilen die ich habe. Sowohl was die Arbeitskette in meiner Praxis anbelangt, als auch die Vorteile an Datenschutz und Sicherheit, die ich mir und meinen Patienten schuldig bin!“ Er fordert in dem Interview die Kliniken auf, mit einem elektronischen Entlassbrief dem ambulanten Sektor nachzufolgen „und hier das 21. Jahrhundert einzuläuten.“ 

Der eArztbrief ist ein wichtiges Projekt der KV Telematik GmbH, einer Tochter­gesell­schaft der KBV. Im November vergangenen Jahres hatte sie in einem sogenannten Interoperabilitätsworkshop den Austausch des eArztbriefes zwischen 16 IT-Systemen unterschiedlicher Hersteller getestet.

„Der eArztbrief via KV-Connect bietet Haus- und Fachärzten in Praxen sowie Ärzten in Krankenhäusern herstellerunabhängig die Möglichkeit, sich elektronisch auszu­tauschen“, erläuterte Florian Fuhrmann, Geschäftsführer der KV Telematik GmbH. „Die elektronische Vernetzung wird die Zusammenarbeit zwischen Ärzten zum Wohle des Patienten verbessern“, so seine Einschätzung. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

24.08.16
Dresden – Mit dem Smartphone auf kürzestem Wege zum Arzt: Dresdner Gymnasiasten haben gemeinsam mit Mitarbeitern der Technischen Universität Dresden eine Navigator-App für das Gelände des Uniklinikums......
23.08.16
San Francisco – Die Softwarekonzerne Apple und Microsoft wollen ihr Angebot für Nutzer durch den Zukauf neuer Funktionen verbessern: Apple erwirbt die Gesundheits-App Gliimpse, während sich Microsoft......
22.08.16
TK-Chef: Gesundheits-Apps können Rolle in Bonusprogramm spielen
Berlin – Die Techniker Krankenkasse (TK) erwägt, die Nutzung von Fitnessarmbändern in ihr Bonusprogramm zu integrieren. TK-Chef Jens Baas sagte: „Unsere aktuelle Bewegungsstudie zeigt, dass jeder......
19.08.16
Gröhe: Schutz vor ansteckenden Krankheiten internationale Aufgabe
Frankfurt am Main/Heidelberg – Der Schutz vor schweren Infektionskrankheiten wie Ebola ist nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) eine internationale Aufgabe. Krankheiten......
19.08.16
Berlin – Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist dem europäischen Bioinformatik-Netzwerk ELIXIR beigetreten. So soll die die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen......
18.08.16
Arzneimittel­therapiesicherheit: Neuer Aktionsplan verabschiedet
Berlin – Das Bundeskabinett hat gestern den von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vorgelegten „Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland“......
18.08.16
Schwangerschaftstest per Smartphone
Hannover – Ein Wissenschaftlerteam des Hannoverschen Zentrums für Optische Technologien (HOT) und des Instituts für Technische Chemie (TCI) der Leibniz Universität Hannover haben ein medizinisches......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige