Ärzteschaft

Gassen: Sachorientierte Arbeit in de Vertreterversammlung

Freitag, 18. März 2016

Berlin – Konstruktiv, kollegial und sachorientiert – so sieht der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, derzeit die Arbeit in der ärztlichen Selbstverwaltung. In der letzten Vertreterversammlung (VV) Anfang März sei der "Geist von Blankenfelde" weiter spürbar gewesen, berichtete Gassen vor Journalisten in Berlin. In dem brandenburgischen Blankenfelde hatten sich die Mitglieder der VV zu einer Klausurtagung versammelt und an dem sogenannten Konzept KBV 2020 gearbeitet.

Auch zeigte sich Gassen überzeugt, die Querelen aus der Vergangenheit demnächst hinter sich lassen zu können: „Ich bin zuversichtlich, dass wir auch mit dem Bundesgesundheitsministerium die Dinge bald klären können.” Über die positive Arbeitsatmosphäre sagte Gassen im KBV-eigenen Video-Format KV on: „Mir ist nicht bange, wir werden nach den konstruktiven Diskussion zeitnah Lösungen präsentieren.”

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Bei der „Rückkehr zur Normalität", wie Gassen es nannte, seien auch inhaltlich neue Positionen zur Patientensteuerung herausgekommen. So soll zur KBV-VV zum Deutschen Ärztetag am 24. Mai in Hamburg ein Grundsatzpapier vorgelegt werden. Derzeit werde überlegt, GKV-Versicherte je nach Alter und Geschlecht einen Grundversorger auswählen zu lassen – neben dem Hausarzt könne dies auch der Pädiater oder ein Gynäkologe sein.

Die freie Arztwahl solle aber erhalten bleiben. Mit den Plänen sieht Gassen die KBV nahe an den Krankenkassen, die auch auf eine bessere Patientensteuerung setzten. Als Anreiz sollten die Versicherten unterschiedliche Tarifoptionen angeboten bekommen. Außerdem wurde das Verhältnis von Kollektiv- und Selektivvertrag sowie das Verhältnis von ambulanter und stationärer Medizin diskutiert.

Mit der Satzung der KBV wollten sich die Vertreter in einer weitern Klausursitzung im April beschäftigen. Auf der vergangenen VV wurde auch der Ausschuss für angestellte Ärzte besetzt. Der Ausschuss, der acht Mitgliedern hat, stehe schon lange im Gesetz, konnte aber erst jetzt "mit Hilfe der KVen" besetzt werden, so Gassen. Am Donnerstag veröffentlichte die KBV Zahlen, wonach immer mehr Ärzte in der ambulanten Versorgung angestellt arbeiten.  © bee/aerzteblatt.de

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