Politik

Zusatznutzen für Dabra­fenib/Trametinib dank nachgereichter Studiendaten quantifiziert

Montag, 21. März 2016

Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den Zusatznutzen für die Kombinationstherapie mit Dabrafenib/Trametinib bei fortgeschrittenem Melanom quantifiziert.

Dabrafenib (Handelsname Tafinlar®) ist seit 2013 zur Behandlung von fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs zugelassen, und zwar bei Erwachsenen mit metastasiertem oder nicht mehr operablem Melanom mit einer BRAF-V600-Mutation. Seit September 2015 ist Dabrafenib für diese Indikation auch in Kombination mit Trametinib (Handelsname Mekinist®) zugelassen. In zwei Dossierbewertungen hatte das IQWiG Ende 2015 festgestellt: Für diese Kombinationstherapie gibt es einen Hinweis auf einen erheblichen Zusatznutzen bei Frauen und auf einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen bei Männern – jeweils gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie mit Vemurafenib.

Anzeige

Das Institut hat jetzt nachgereichte Studiendaten analysiert, die der Hersteller vorgelegt hatte, um den Zusatznutzen auch für Männer quantifizierbar zu machen. Demnach gibt es nun für Männer einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen. Für Frauen bleibt es beim Hinweis auf einen größeren, nämlich erheblichen Zusatznutzen.

Die Bewertung ist Teil der frühen Nutzenbewertung, die das Arzneimittelmarkt­neuordnungsgesetz (AMNOG) vorsieht. Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte das IQWiG zunächst beauftragt, das Herstellerdossier zu prüfen. Nach der IQWiG-Dossierbewertung hatte der Hersteller im Stellungnahmeverfahren ergänzende Informationen nachgereicht. Der G-BA beauftragte daraufhin das IQWiG, auch diese zu bewerten. Der G-BA fasst einen abschließenden Beschluss über das Ausmaß des Zusatznutzens. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

30.06.16
Berlin – Das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg hat den Verordnungsausschluss des Medikamentes Dipyridamol in Kombination mit ASS bestätigt, den der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Juni......
16.06.16
Streit um Inhalte des neuen Arzneimittelgesetzes geht weiter
Berlin – Während das Bundesgesundheitsministerium (BMG) an einem Referentenentwurf für ein neues Arzneimittelgesetz arbeitet, geht die öffentliche Diskussion um dessen Inhalte weiter. Sowohl der......
08.06.16
Berlin – Der GKV-Spitzenverband will für Arzneimittel, die die frühe Nutzenbewertung im Rahmen des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG) durchlaufen, differenzierte Preise verhandeln. Das geht......
02.06.16
Arzneimittel: Ärzte sollen besser über Zusatznutzen informiert werden
Berlin – Das Bundesgesundheitsministerium erwägt, auch pharmazeutische Unternehmen an der Ausarbeitung der Informationen für Ärzte über neue Arzneimittel zu beteiligen. „Die Informationen über den......
01.06.16
Berlin – Werden Ärzte schnell genug über neue Medikamente informiert? Nein, sagen die Krankenkassen. Patienten könnten so Nebenwirkungen ausgesetzt werden. Die Pharmaindustrie wirft den Kassen......
22.05.16
Köln – Umeclidiniumbromid (kurz: Umeclidinium; Handelsname: Incruse®) ist seit 2014 zur bronchialerweiternden Erhaltungstherapie bei Erwachsenen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)......
18.05.16
Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sieht aus methodischen Gründen keinen Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen des Epilepsiemedikamentes Brivaracetam......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige