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Zeitumstellung belastet in Deutschland immer mehr Menschen

Montag, 21. März 2016

Hamburg – Die anstehende Umstellung der Uhr auf die Sommerzeit empfinden immer mehr Menschen in Deutschland als Belastung. Das zeigt eine aktuelle und repräsen­tative Befragung der DAK-Gesundheit. Offenbar steigt auch die Zahl der Herzinfarkte nach der Umstellung. Eine statistische Auswertung von Krankenhausdaten der DAK-Gesundheit zeigt: Während normalerweise täglich im Schnitt 45 Personen einen akuten Herzinfarkt erleiden, sind es an den drei Tagen nach der Umstellung auf Sommerzeit 54 – ein Anstieg von 20 Prozent. Männer und Frauen sind etwa gleich betroffen.

Laut der DAK-Befragung führt die Zeitumstellung bei den meisten Menschen dazu, dass sie sich schlapp und müde fühlen. 81 Prozent der Befragten haben dies schon erlebt. Zwei Drittel leiden unter Einschlafproblemen oder Schlafstörungen. Jeweils gut 40 Prozent können sich schlechter konzentrieren oder sind gereizter als sonst. Jeder Zehnte nennt depressive Verstimmungen als Folge.

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Zeitgleich mit den Problemen steigt die Ablehnung in der Bevölkerung. 74 Prozent halten die Zeitumstellung für überflüssig. 2013 sagten das nur 69 Prozent. Am wenigsten Probleme haben die unter 30-Jährigen mit der Zeitumstellung. In dieser Altersgruppe wollen nur knapp 60 Prozent, dass sie abgeschafft wird. Bei den über 60-Jährigen sind es mit 79 Prozent deutlich mehr.

In diesem Jahr werden die Uhren am Ostersonntag um zwei Uhr früh um eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt.

© hil/aerzteblatt.de

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Widerstand
am Donnerstag, 31. März 2016, 23:24

Ein Mittel zur Senkung der Rentenkassenbelastung

Vorweg: docbeity, da gibt es ein Mittel: Ohrstöpsel und man hört nichts mehr.
Ansonsten ist es doch ein gutes Mittel, damit Rentner, die ja offensichtlich am meisten darunter leiden, früher ... was die Rentenkasse entlastet, was wiederum im Sinne von Merkel und Co ist. Diesen Kohlschwachsinn abschaffen? Merkel hat zwar Bauch aber kein A... in der Hose, da ist nichts zu erwarten.
Dr.Bayerl
am Mittwoch, 30. März 2016, 17:57

mit der Sonne aufstehen ist biologisch optimal

morgens weiterschlafen, wenn es schon taghell ist, dagegen aus ärztlicher Sicht abzulehnen.
Bleibt nur die katastrophale Zumutung, 2x im Jahr die Uhr umzustellen.
Vielleicht muss das in Zukunft auch ein Arzt machen?
oder ein medizinisch ausgebildeter Chronobiologe?
docbeity
am Dienstag, 22. März 2016, 11:26

Zeitumstellung

Ich kann das vermeintlich mehrheitliche Gejaule gegen die Zeitumstellung und die gesundheitlichen Risiken nicht mehr hören.
Wenn jemand an 365 Tagen die Woche jeden morgen um 5:42 aufsteht und um 21:54 zu Bett geht, kann ich dessen Umstellungsproblem verstehen.
Aber die allermeisten Berufstätigen verändern jedes Wochenende Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus. Freiwillig. Ist der folgende Tag arbeitsfrei, wird wesentlich später zu Bett gegangen und morgens dann "ausgeschlafen". Viele tun sich dann Sonntag Abend wieder schwer mit dem früh zu Bett gehen. Sind dann montags müder als sonst. Woche für Woche. Gilt auch für die allermeisten Schüler. Nicht umsonst spricht der Volksmund bei einem sehr reparaturanfälligen Produkt gerne von einem "war bestimmt ein Montagsprodukt".
Darüber hinaus sollte die Mehrzahl der Zeitumstellungsgegner bitte Urlaub in andere Zeitzonen vermeiden.
Vielleicht sollte man mal zum Untersuchungsgegenstand nehmen, wie stark die Umstellung auf Sommerzeit in der Woche das Maß von gesundheitsrelevanten Freizeitaktivitäten erhöht, die am Abend bei Tageslicht besser durchzuführen sind wie Wandern, Joggen, Tennis, Golf......
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