Politik

Krankenkasse bietet Video-Chat mit Fachärzten an

Dienstag, 22. März 2016

Hamburg – Ein neues Serviceangebot hat die Krankenkasse DAK-Gesundheit vorgestellt: Versicherte können sich kostenlos von Fachärzten in einem speziellen Videochat beraten lassen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) betont, dass derartige Angebote keinesfalls den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt ersetzen können und dürfen.

An dem neuen Online-Angebot nehmen laut der DAK Ärzte aller Fachrichtungen teil. So stehe dem Patienten immer der richtige Experte zur Verfügung. „Unser Ärzte-Videochat bietet eine sehr persönliche Beratung ohne langes Warten auf einen Termin“, sagte Herbert Rebscher, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Das spare Zeit und verhindere auch die Ansteckungsgefahr im Wartezimmer. Vor allem für Eltern kleiner Kinder sei dies eine große Entlastung.

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Die Kasse betont, die Ärzte könnten im Videochat nicht behandeln und keine Diagnose stellen. Versicherte erhielten aber eine ausführliche und kompetente Beratung.

„Ein solches Angebot kann im als Service für Versicherte angenehm und hilfreich sein“, erklärte der Pressesprecher der KBV, Roland Stahl, gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Es könne aber lediglich eine Ergänzung sein und ersetze keinesfalls den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt.

Für einen Online-Termin können die Versicherten im Internet einen oder mehrere Wunschtermine wählen und angeben, welches Thema sie besprechen möchten. Sie bekommen per Mail eine Bestätigung und einen Link zur Anmeldung, loggen sich zum vereinbarten Termin mit der Versichertennummer ein und nehmen im virtuellen Wartezimmer Platz. Der passende Facharzt ruft an und ein Videofenster öffnet sich. Die Gesprächszeit ist nicht begrenzt.

Zum Start ist das Angebot von stationären Computern aus mit den Browsern Firefox, Opera und Chrome nutzbar. Voraussetzungen sind Webcam, Mikrofon und ein ausreichend schnelles Internet.

Die DAK Gesundheit weist daraufhin, dass alle teilnehmenden Ärzte an ihre Schweigepflicht gebunden seien. Den Ärzten lägen für den Chat auch keine Unterlagen der Krankenkasse vor.

© hil/aerzteblatt.de

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