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Generikaquote in Deutschland bei 77 Prozent – aber immer weniger Unternehmen

Donnerstag, 24. März 2016

Berlin – 77 von 100 verordneten Tagestherapiedosen in Deutschland für gesetzlich Versicherte sind Generika. Allerdings ruht die Versorgung dabei auf immer weniger Schultern. Denn die Anzahl der Generikaunternehmen in Deutschland geht seit einigen Jahren zurück. Das berichtet der Branchenverband Pro Generika.

Er führt diese Entwicklung darauf zurück, dass die Unternehmen die Arzneimittel immer billiger anbieten müssten: „Als Folge des hohen Kostendrucks liegen die Tagestherapie­kosten für ein Generikum nach Abzug aller Rabatte bei nur sieben Cent“, berichtet der Verband. Nach Abzug der Rabatte aus Rabattverträgen zahle die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für 77 Prozent der Arzneimittelversorgung 2,14 Milliarden Euro an die Generikahersteller, das sind rund zehn Prozent der Arzneimittelausgaben für gesetzlich Versicherte.

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Laut dem Verband bieten daher immer weniger Firmen Generika an – zum Beispiel gebe es für die Herstellung von besonders komplexen und anspruchsvollen Generika mittlerweile nur noch drei Unternehmen.

Der Branchenverband warnt daher vor Lieferengpässen. „Setzt sich diese Tendenz weiter fort, wird das nicht ohne Folgen für den Wettbewerb und die Sicherheit der Arzneimittelversorgung bleiben. Denn Wettbewerb und Versorgungssicherheit haben eine gemeinsame Grundlage: die Teilnahme möglichst vieler Generikaunternehmen an der Versorgung“, sagte Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika. © hil/aerzteblatt.de

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