Ärzteschaft

Ärzteorganisation fordert Neubewertung der Sicherheit von Atomkraftwerken

Dienstag, 29. März 2016

Berlin – Nach Ansicht der Organisation Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges/ Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) muss die Sicherheit der Atomkraftwerke in Europa aufgrund der Anschläge in Brüssel von Behörden und Politik grundsätzlich neu bewertet werden.

Die IPPNW hat gefordert, dass die belgischen Atomkraftwerke Doel und Tihange in einem ersten Schritt sofort stillgelegt werden und sich die Bundesregierung in Brüssel so schnell wie möglich für einen europaweiten Atomausstieg einsetzt.

Anzeige

Der Organisation zufolge ist es „sehr wahrscheinlich“, dass radioaktives Material aus Einrichtungen der Atomindustrie entwendet und mithilfe konventionellen Sprengstoffs in eine „schmutzige Bombe" verwandelt wird, oder dass diese Einrichtungen selbst zu Anschlagszielen werden. „Letztlich ist es nicht die Frage ob, sondern wann und wo wir das erste Mal mit einer solchen Situation konfrontiert sein werden", sagte IPPNW-Vorstandsmitglied Alex Rosen.

Seiner Meinung nach wäre der Aufwand für Terroristen im Verhältnis zu den katas­trophalen Folgen für die Zivilbevölkerung relativ gering, solange weiter tagtäglich Unmengen radioaktives Material kreuz und quer durch Europa gefahren und an unzureichend gesicherten Orten aufbewahrt werden. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

15.06.16
Endokrinologen warnen vor Jod-Selbstmedikation bei Reaktorkatastrophe
Düsseldorf – Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) hat die Bevölkerung davor gewarnt, bei Reaktorunfällen Jodtabletten als Eigenmedikation einzunehmen. Hintergrund der Empfehlung ist eine......
26.04.16
30 Jahre Tschernobyl: Ärzteorganisation drängt auf Abschaltung aller Atomkraftwerke
Berlin – 30 Jahre nach dem Unglück von Tschernobyl hat die Ärzteorganisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW) die Bundesregierung......
22.10.15
Arbeitsmedizin: AKW-Angestellte sterben etwas häufiger an Krebs
Chapel Hill – Die geringen Strahlendosen, denen Angestellte von Atomkraftwerken (AKW) am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, erhöhen langfristig, wenn auch im geringen Maße, das Risiko an Krebs zu sterben.......
09.10.15
Fukushima: Erhöhte Rate von Schilddrüsenkrebs bei Kindern und Jugendlichen
Okayama – Ein von der japanischen Regierung nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima vom März 2011 initiiertes flächendeckendes Screenings-Programm hat bis Ende 2014 zur Diagnose von 110......
11.08.15
Nuklearunfälle auch für die Psyche gefährlich
Fukushima – Die langfristigen psychischen Folgen von nuklearen Unfällen könnten unterschätzt werden und die Risiken der körperlichen Folgen mitunter sogar übertreffen. In einer Reihe von Artikeln in......
15.05.14
Kontroverse um Strahlenschäden nach Fukushima
Würzburg – Der Reaktorunfall im japanischen Fukushima vor drei Jahren hat bislang weder bei den Arbeitern auf der Anlage und den Ersthelfern, noch bei der Bevölkerung zu ernsthaften akuten......
06.11.13
Katastrophenpläne für Atomunfall in Deutschland laut IPNNW unzureichend
Berlin – „Gravierende Mängel“ beim Katastrophenschutz um Atomkraftwerke kritisiert die atomkritische Ärzteorganisation „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige