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Aufruf an Versorgungswerke: Keine Beteiligung an Kohle- , Öl- und Gasunternehmen

Mittwoch, 30. März 2016

Berlin – Vier Ärzteorganisationen, die Studierendengruppe GandHi sowie weitere Unterstützer haben ihre Versorgungswerke aufgerufen, Beteiligungen an Kohle- ,Öl- und Gasunternehmen abzuziehen und damit ein Zeichen für aktiven Klimaschutz zu setzen. Stattdessen sollten die

Beiträge für die ärztliche Altersvorsorge nach ethischen, sozialen und ökologischen Kriterien angelegt werden, forderten die IPPNW – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, die DGSP –Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie, MEZIS – Initiative unbestechlicher Ärzte, GandHI und der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte Mitte März in einem gemeinsamen Appell.

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Ärztinnen und ärztliche Organisationen dürften aus ihrer besonderen Verantwortung für die Gesundheit nicht gleichgültig gegenüber den Auswirkungen eines ungebremsten Klimawandels und der Luftverschmutzung durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe sein, die in erheblichem Maße schon jetzt die Gesundheit sehr vieler Menschen wie auch das menschliche (Über-)Leben insgesamt bedrohten, heißt es in dem Appell.

„Wir verkennen nicht die primäre Aufgabe der Versorgungswerke und sind selbst an einer angemessenen Rendite zur Sicherung unserer Renten interessiert“, erklärte MEZIS-Mitglied Winfried Zacher. „Aber Investitionen dürfen nicht zu Lasten künftiger Generationen gehen und die Grundlagen unseres Lebens und Wirtschaftens zerstören."

Vor rund einem Jahr hatte der Berliner Arzt Dieter Lehmkuhl einen ähnlichen Aufruf an die Berliner Ärzteversorgung initiiert. Diese hat Lehmkuhl zufolge inzwischen beschlossen, ihre Investitionen in CO2-intensive Beteiligungen bis zum 30. Juni 2016 zu beenden. Petitionsplattform unter https://weact.campact.de/efforts/aerzte-appell  © EB/aerzteblatt.de

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Dr.Bayerl
am Donnerstag, 31. März 2016, 21:54

Einspruch! Ärzte sollten sich nicht vor so einen ideologischen menschenfeindlichen Karren spannen lassen!

CO2 ist absolut lebenswichtig für die Natur. Ohne CO2 gäbe es kein Leben auf der Erde, es ist erdgeschichtlich schon verdammt tief gesunken mit 0,04%, (von früher über 30%) deshalb jetzt Spurengas genannt.
Der Anstieg in den letzten 100 Jahren von 0,03 auf 0,04% hat also der Vegetation und damit den Ernteerträgen (Getreide) genutzt, die Sahara ist (von Süden) grüner geworden, das zeigen auch Satellitenaufnahmen.
Der sog. CO2-Treibhauseffekt ist ein übles Märchen, des Kaisers neue Kleider,
man sollte endlich aufwachen!
Lehmkuhl
am Donnerstag, 31. März 2016, 19:51

Breite Zustimmung zum Appell

Als einer der Initiatoren kann ich ergänzen, dass der Appell von 7 KollegInnen initiiert und von den genannten Organisationen sowie auch vielen angesehenen KollegInnen als Erstunterzeichner unterstützt wird. Der Appell ist bisher auf eine für uns unerwartete starke Zustimmung gestoßen. Ein Zeichen, dass für viele unserer KollegInnen der Klimaschutz und die ethische und sozialökologische Anlage unserer Beiträge ein wichtiges Anliegen ist. Es gehört zur Politik der Berliner Ärzteversorgung (BÄV), ihre Anlagestrategie nach außen nicht zu kommunizieren.Der Beschluss wurde mir aber in einem offiziellen Schreiben der BÄV mitgeteilt und erläutert. Ein Transparenzproblem, selbst gegenüber den eigenen Mitglieder, besteht aber weiterhin.
Dr. Dieter Lehmkuhl
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