Politik

Ärzte ohne Grenzen: Indien muss „Apotheke der Armen“ bleiben

Mittwoch, 30. März 2016

Berlin – Ärzte ohne Grenzen möchte auch künftig den Zugang zu günstigen Medikamente aus Indien erhalten. Das Hilfswerk appellierte daher am Mittwoch angesichts eines Treffens zwischen der Europäischen Union (EU) und Indien an die indische Regierung, seine „Apotheke der Armen“ offen zu halten. Es dürfe keine Handelsbestimmungen mit der EU geben, die den Zugang zu bezahlbaren Generika beschränkten. Indien und die EU verhandeln mit Unterbrechung seit mehreren Jahren über ein Freihandelsabkommen.

„Indien ist eine wichtige Quelle für bezahlbare, lebensrettende Generika, von der das Leben von Millionen Menschen auf der ganzen Welt abhängt“, sagte die Internationale Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen, Joanne Liu. Einige Klauseln im geplanten Freihandelsabkommen könnten den Zugang zu Medikamenten jedoch stark beschränken und zugleich Dritte wie das Ärztehilfswerk in juristische Schwierigkeiten bringen.

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Ärzte ohne Grenzen ist nach eigenen Angaben auf Generika aus Indien angewiesen. Mehr als 97 Prozent der antiretroviralen Medikamente, mit denen die Hilfsorganisation rund 230.000 HIV-Patienten behandelt, und drei Viertel der Tuberkulose-Medikamente für rund 23.000 Patienten stammen von Generika-Herstellern aus Indien. © dpa/aerzteblatt.de

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