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Ärztemangel: „Neue Studienplätze sind keine Lösung“

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 3/2011: 4

Richter-Kuhlmann, Eva A.

Freie Plätze in einem Hörsaal der Medizin soll es nach Ansicht des Bundesgesundheitsministeriums künftig seltener geben. Foto: dapd

Deutschland bildet den Angaben der OECD (Organization for Economic Cooperation and Development) zufolge mit etwa 10 000 Medizinern pro Jahr nach den USA und vor Japan weltweit die meisten Ärzte aus. Dar- auf hat der Verband Deutsche Hochschulmedizin hingewiesen. Bezogen auf die Einwohnerzahl gehört damit Deutschland mit zwölf Absolventen pro 100 000 Einwohnern zur Spitzengruppe. Verbandsvorsitzender Prof. Dr. med. Dieter Bitter-Suermann sieht deshalb in der Einrichtung neuer Studienplätze kein geeignetes Mittel gegen den drohenden Ärztemangel. „Dadurch würden lediglich die Kosten für die Universitäten erhöht, ohne dass jedoch die Probleme der Versorgungsstrukturen gelöst werden“, warnt er und plädiert dafür, Bürokratie und arztfremde Tätigkeiten abzubauen und die Weiterbildung zu verbessern. Gleichzeitig gelte es, das berufliche Umfeld familienfreundlicher zu gestalten.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte sich zuvor in seinen Eckpunkten zum Versorgungsgesetz für mehr Studienplätze ausgesprochen. ER

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