Die Apobank zahlt also wieder eine Dividende. 4 %. Der Grund dafür dürfte mehr im Psychologischen liegen: man demonstriert, auf dem Weg der Gesundung zu sein. Streng genommen wäre die Ausschüttung besser unterblieben und das Geld für die Stärkung des Eigenkapitals verwandt worden.
Denn daran krankt die Apobank nach ihrem irischen Abenteuer. Die Kernkapitalquote ist zwar auf 7,6 % gestiegen. Das reicht gerade für Basel III (d.h. die neuen Kapitalrichtlinien der Bank für internationalen Zahlungsausgleich, Basel); aber da brauchen nur ein schlechtes Jahr oder weitere Abschreibungen auf die riskanten Finanzprodukte zu kommen und schon wäre die Standesbank wieder klamm.
Mit der Folge, dass die Standesgenossen Kapital nachschießen müssten oder die Garantieerklärung des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) in Anspruch genommen werden müsste. Der BVR springt nämlich notfalls mit bis zu 640 Millionen Euro ein, wenn aus den "toxischen" Papieren für die Apobank Verluste, die das Eigenkapital mindern, entstehen sollten (die Apobank müsste diese Stütze sodann abstottern).
Nicht erstaunlich deshalb, wenn der Wirtschaftsprüfer Walter Kollbach vom Sicherungsfonds des BVR nunmehr als Kontrolleur in den Aufsichtsrat der Apobank einzieht. So nebenbei gewinnt die Apobank damit auch Sachverstand. Bisher setzte sich der Aufsichtsrat aus 3 Apothekern, 3 Zahnärzten und 4 Ärzten zusammen (dazu die 10 Arbeitnehmervertreter).
Aus berufs- und standespolitischem Blickwinkel kommentiert der Journalist Norbert Jachertz, Köln/Berlin, “Vermischtes” – von harter Politik bis zu beiläufigen Ereignissen.
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Tja, dafür muss ein Arzt her !! | Thelber | 23.05.12 22:49 | Vom Arztdasein in Amerika
"why markets don´t work in the healthcare" | Klempner | 21.05.12 13:47 | Vom Arztdasein in Amerika
Bitte um differenzierte Betrachtung | Baehre | 20.05.12 14:50 | Vom Arztdasein in Amerika
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