Los Angeles – Diabetiker sollten ihren Hund besser nicht mit ins Bett nehmen, raten US-Chirurgen im Journal of the American Podiatric Medical Association (2011; 101: 275-276). Ihr Fallbericht ist reichlich makaber. Er verdeutlicht aber, welche Auswirkungen die Neuropathie bei Diabetikern haben hat.
Die 48-jährige Frau hatte ihren “Pet”, einen 2 Jahre alten Jack Russell Terrier, mit ins Bett genommen. Als sie am nächsten Morgen erwachte, bemerkte sie, dass das Maul des Hundes und das Bett blutverschmiert waren. Zunächst war sie wohl verdutzt. Dann bemerkte sie, dass die Spitze ihres Zehs fehlte.
Der völlige Verlust der Berührungs- und Schmerzempfindung ist bei Diabetikern nicht selten. Die Neuropathie zerstört die sensiblen Nerven. Die gleichzeitige Angiopathie führt zu Durchblutungsstörungen. Es kommt zu Verletzungen, die lange nicht bemerkt werden. Auch die Patientin konnte sich nicht an eine Verletzung erinnern.
Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skuril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbegen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.