Am Wochenende schrieb in der Süddeutschen Zeitung der Arzt und Medizinjournalist Werner Bartens über die Suche von Patienten nach Rat und Hilfe im Internet. Bartens ist nicht unumstritten – zumal er für die ärztliche Zunft nicht immer nur Lob verteilt.
Aber seine Antwort auf die Frage, wer denn nun besser sei – Arzt oder Roboter? –, finde ich so treffend, dass ich sie hier mal wiedergeben muss:
„Die Antwort ist leicht. Ein Kranker kann sich nicht objektiv über sein Wohl und Wehe informieren, weil er subjektiv betroffen ist. Der mündige Patient ist ein schönes Ideal, wenn das Leiden fern ist. Nur der Arzt, der Patienten anfasst und mit ihnen redet, erkennt, ob eine sofortige Behandlung oder Cool down angeraten sind.“
Ich finde, dem ist nichts hinzuzufügen. Und zu Angeboten wie „DrEd.com“ ist damit eigentlich auch alles gesagt.
In seinem Blog – benannt nach dem Bordarzt von „Raumschiff Enterprise“ – kümmert sich Philipp Stachwitz weniger um ferne Galaxien, sondern er kommentiert, wie die Zukunft der Medizin durch Telematik und E-Health beeinflusst wird. Als Krankenhausarzt und ehemaliger stellvertretender Dezernent für Telematik der Bundesärztekammer kennt er die Materie gleichermaßen aus der Praxis wie auch aus der Politik.

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