Die Verunsicherung der urologischen Kollegen beim Thema Beschneidung lässt sich auch in meinem Krankenhaus spüren. Dennoch verstehe ich die Problematik kaum. Soweit ich mitbekommen habe, wurde bisher selbst bei religiös motivierten Indikationen immer eine Phimose dokumentiert (allein schon der Abrechnung wegen).
Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass weder gerichtliche Verbote noch ein legitimierendes Gesetz die Zahl der Beschneidungen drastisch verändern werden. Denkbar wäre jedoch eine Verschiebung von Kliniken zu den niedergelassenen Kollegen, da diese weniger eine Anzeige aus den eigenen Reihen fürchten müssten.
Ist verwundert über die Vielfältigkeit der Motive hinter den aktuellen Argumenten,
Euer Anton Pulmonalis

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